Wie wirkt die Umweltzone?

Pressemitteilung vom 08.09.2008

Eintägige Kennzeichenerfassung zur Bestimmung des Abgasstandards
von Fahrzeugen auf Berliner Straßen

Die am 1.Januar 2008 in Berlin eingeführte Umweltzone verbietet Fahrzeugen ohne Plakette in der Innenstadt von Berlin zu fahren, um die Luftbelastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid zu verringern. Doch welche Fahrzeuge fahren tatsächlich heute auf den Straßen Berlins – und gibt es Unterschiede innerhalb und außerhalb der Umweltzone?

Um diese Fragen zu klären, lässt die Verkehrsmanagementzentrale Berlin im Auftrag der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz morgen die Fahrzeugkennzeichen mit Videokameras an insgesamt sechs ausgewählten Straßenabschnitten innerhalb und außerhalb der Umweltzone erfassen. Jedem Fahrzeugkennzeichen kann der Abgasstandard und der Fahrzeugtyp zugeordnet werden, so dass eine Berechnung des Schadstoffausstoßes möglich ist. Dies ist eine notwendige Maßnahme, um die Wirkung der Umweltzone beurteilen zu können.

Die Auswertung der Zulassungsstatistik für Berlin hat bereits gezeigt, dass die Berliner Fahrzeugflotte sauberer geworden ist. So ging der Bestand von Fahrzeugen mit hohem Schadstoffausstoß um circa 60 Prozent bei Pkw und 30 Prozent bei Nutzfahrzeugen zurück.
Ziel der Kennzeichenerfassung ist es nun, Informationen über die tatsächlich eingesetzten Fahrzeuge und über mögliche Verdrängungseffekte von Fahrzeugen mit hohem Schadstoffausstoß in die Gebiete außerhalb der Umweltzone zu erhalten.

Die Maßnahme wurde im Vorfeld mit dem Berliner Datenschutzbeauftragten abgestimmt. Die automatisierte Auswertung der Kennzeichen erfolgt unter Berücksichtigung des Datenschutzes ohne Abfrage der Halterdaten, dient also nicht der Ahndung von Verstößen gegen die Umweltzone.

Rückfragen:
Dr. Marie-Luise Dittmar
Telefon: 9025 2153
E-Mail: marie-luise.dittmar@senguv.berlin.de