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Verbesserungen bei der Sicherung der Unterrichtsversorgung

Pressemitteilung vom 27.06.2008

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Verbesserungen bei der Sicherung der Unterrichtsversorgung

· Vertretungspool von 140 Stellen
· Vertretungsdatenbank wird vereinfacht
· Mehr Mittel für pädagogische Projekte
· Im Schuljahr 2007/2008 sind 166 000 Stunden über PKB vertreten worden

Zum nächsten Schuljahr verbessert die Bildungsverwaltung das Verfahren und die Organisation der Personalkostenbudgetierung (PKB). Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner betonte: „Die zu Beginn dieses Schuljahres eingeführte Personalkostenbudgetierung hat die Reaktionsfähigkeit der Schulen verbessert.“

Bis heute haben die Schulen in 3351 Fällen Vertretungen eingestellt und damit Unterrichtsausfall vermieden. Dies entspricht einem Volumen von fast 166.000 Unterrichtsstunden. Darüber hinaus wurden 1824 Honorarverträge z. B. für außerunterrichtliche Projekte abgeschlossen.

Gleichzeitig regen die Schulleiterinnen und Schulleiter Veränderungen an, wie sich dieses Instrument zur Vermeidung von Unterrichtsausfall und zur Durchführung pädagogischer Projekte weiter verbessern lässt. Diese Vorschläge haben wir geprüft und – so weit wie möglich – umgesetzt. Wir beschleunigen und vereinfachen das Verfahren und die Organisation der Personalkostenbudgetierung.

Kritikpunkte von Schulleiterinnen und Schulleitern:

· die Vertretungsdatenbank (BEOv) enthält viele Bewerber, die nicht mehr zur Verfügung stehen,
· die Auswahl von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern ist in der Vertretungsdatenbank mitunter sehr klein,
· die Handlungsfähigkeit der Schulen ist unnötig eingeschränkt, weil mindestens zwei Drittel der Mittel für reine Unterrichtsvertretungen und maximal ein Drittel für pädagogische Projekte eingesetzt werden müssen,

Zum nächsten Schuljahr werden folgende Änderungen vorgenommen:

· Um vom ersten Schultag an auf unvorhersehbare Ereignisse sofort reagieren zu können, die sonst zu Unterrichtsausfall führen würden, richtet die Bildungsverwaltung zum neuen Schuljahr einen Vertretungspool mit 140 Vertretungslehrkräften ein. Die Lehrkräfte des Vertretungspools werden den Regionen zugeordnet. Ihre Einsatzschulen werden anhand konkreter Anforderungen der Schulen bestimmt, die z. B. über die Personalkostenbudgetierung eine Vertretung selbst nicht kurzfristig organisieren können. Ziel ist es, diese Lehrkräfte spätestens nach zwei Jahren fest einer Schule zuzuordnen.

Bildungssenator Zöllner: „Besonders wichtig ist mir, dass wir für den Vertretungspool Lehrkräfte auf 140 Stellen einstellen. Damit können wir schon ab dem ersten Schultag Lehrkräfte, wenn sie z. B. kurzfristig erkranken, sofort ersetzen. Wir wollen die Unterrichtsversorgung vom ersten Schultag an sichern. Außerdem binden wir damit viele gute Nachwuchskräfte an die Berliner Schule.

· Die Einschränkung, dass nur zwei Drittel des Jahresbudgets für Unterrichtsvertretungen verwendet werden darf, wird aufgehoben. Im Rahmen der stärkeren Eigenverantwortung sollen die Schulen selbst entscheiden, wie viele Mittel für außerunterrichtliche Projekte und sonstige Maßnahmen verwendet werden. Sofern die Unterrichtsversorgung gewährleistet ist, können künftig mehr Mittel für pädagogische Projekte verwendet werden. Priorität hat aber natürlich weiterhin die Vermeidung von Unterrichtsausfall.

· Für die Teilnahme an der PKB wird künftig nur noch der Abschluss einer deutlich vereinfachten Zielvereinbarung notwendig. Diese Zielvereinbarung beinhaltet den Hinweis auf die schulgesetzlichen Regelungen zur PKB, den Hinweis auf das Ziel (Vermeidung von Unterrichtsausfall), die automatische Verlängerung in das nächste Jahr, sofern die haushaltsrechtlichen Gegebenheiten für die PKB vorliegen. Entfallen ist zudem der jährlich wiederkehrende Abschluss, denn wir haben eine automatische Verlängerung vorgesehen.

· Zukünftig ist es möglich, dass sich eine Bewerberin oder ein Bewerber in der Vertretungsdatenbank (BEOv) nur bei einer einzelnen Schule bewerben kann.

· Sofern die Bewerberin oder der Bewerber einverstanden ist, können Schulen die Vertragsdaten von eingestellten Bewerbern in die zentrale Datenbank eintragen. Für auswählende Schulen ist dann sofort ersichtlich, wenn eine Bewerberin oder ein Bewerber bereits an einer Berliner Schule unter Vertrag steht. Dies verbessert die Verfügbarkeit von Bewerbern im Online-Verfahren. Sollte kein Einverständnis vorliegen, hat der Personalrat bisher darauf bestanden, dass die Bewerberinnen und Bewerber als verfügbar angezeigt werden.

· Aus der Vertretungsdatenbank (BEOv) heraus können nunmehr Schulleitungen Sammel-
E-Mails an alle verfügbaren Bewerberinnen und Bewerber des gesuchten Fachs versenden. So müssen die Bewerberinnen und Bewerber nicht mehr einzeln angeschrieben werden.

· Falls Bewerberinnen und Bewerber länger als acht Wochen nicht mehr auf ihren Datensatz zugreifen, erhalten sie per E-Mail eine Erinnerung, ihre Daten zu aktualisieren. Sollte sich die Bewerberin oder der Bewerber danach innerhalb von zwei Wochen nicht einloggen, wird der Datensatz inaktiv und damit die Nichtverfügbarkeit erkennbar.

Die Bildungsverwaltung wird die Schulen in diesen Tagen über diese Veränderungen informieren und neue regionale Schulungen anbieten.

Die Berliner Schulen haben seit dem Schuljahr 2007/2008 die Möglichkeit, selbst Vertretungskräfte zu beschäftigen, indem ihnen Mittel in Höhe von drei Prozent ihres Personalbudgets zusätzlich zur Verfügung gestellt worden ist. 643 Schulen (fast 85 Prozent) nehmen bereits an der Personalkostenbudgetierung teil. Zum kommenden Schuljahr haben alle anderen Schulen nun die Möglichkeit, ebenfalls an der PKB teilzunehmen.

Rückfragen:
Pressesprecher
Telefon: 9026 5846
E-Mail: pressestelle@senbwf.berlin.de