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„Wissen schafft Berlins Zukunft“ – ein Jahr Masterplan

Pressemitteilung vom 18.06.2008

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Berlins Wissenschaftssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner hat an diesem Mittwoch im Fachausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses eine Zwischenbilanz des Masterplans gezogen:

„Fast ein Jahr Masterplan hat den Wissenschafts- und Forschungsstandort Berlin nachhaltig gestärkt. Der Berliner Senat hat die Bedeutung der Wissenschaft für die Hauptstadt mit diesem Programm eindrucksvoll unterstrichen. Mit der vorgesehenen Gründung einer Wissenschaftsstiftung, die den Arbeitstitel „Berlin International Forum for Excellence“ trägt, haben wir es nun in der Hand, die deutsche Hauptstadt zu einem der wichtigsten Forschungsstandorte der Welt zu machen.“

Im Rahmen des Masterplans „Wissen schafft Berlins Zukunft“ stehen der Berliner Wissenschaft bis zum Jahr 2011 insgesamt rund 500 Millionen Euro für Forschung und Lehre zusätzlich zur Verfügung. 185 Millionen kommen aus dem Landeshaushalt, mehr als 300 Millionen Euro sind Bundesmittel aus dem Hochschulpakt, der Exzellenzinitiative und im Jahr 2007 zusätzlich bewilligte Gelder aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsfinanzierung.

1. Ausbildungsoffensive
Im Zuge der „Ausbildungsoffensive“ werden 2.900 zusätzliche Plätze für Studienanfänger geschaffen. Vorläufigen Schätzungen zufolge stellt Berlin seit 2007 deutlich mehr Plätze für Studienanfänger zur Verfügung als die im Hochschulpakt vereinbarten 19.500 und erreicht als eines von wenigen Ländern die vereinbarten Zahlen. Davon profitieren die Berliner Hochschulen: Ein Plus von 1.000 Studienanfängern bedeutet zusätzliche Einnahmen von einem zweistelligen Millionenbetrag aus dem Hochschulpakt I bei der Spitzabrechnung im Jahr 2010. Die Verhandlungen über die Fortsetzung des Hochschulpaktes werden im Juli beginnen. Wissenschaftssenator Zöllner: „Die vielen Studierenden aus anderen Ländern belegen, dass Berlin ein sehr attraktiver Standort ist. Wir werden dafür sorgen, dass Berlin seine Spitzenposition weiter ausbaut.“

Im Rahmen der „Ausbildungsoffensive“ sind an Berlins Hochschulen durch das Chancengleichheitsprogramm bislang 14 Nachfolgeberufungen von Stellen mit W2 und W3 Besoldung für Frauen erfolgt. Geplant sind bis zu 70 Stellen, im kommenden Monat soll über weitere Berufungen entschieden werden.

Bewilligt wurden bisher weiterhin 71 Tutorenstellen, um vorrangig in Fächern mit beispielsweise geringen Erfolgsquoten oder hohem Migrationsanteil die Berliner Hochschulen bei der Verbesserung des Angebots zu unterstützen.

2. Forschungsoffensive

2.1. Neben der Gegenfinanzierung mit rund 10 Millionen Euro in 2008 und 2009 der erfolgreichen Berliner Anträge in der Förderrunde 1 und 2 bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder werden in der „Forschungsoffensive“ folgende Maßnahmen gefördert:

· Förderung der medizinischen Systembiologie. Bis 2011 wird sich Berlin mit rund 4,38 Millionen Euro beteiligen, damit stehen zusammen mit den Bundesmitteln gut 12 Millionen Euro zur Verfügung.

· Gründung eines Zentrums für angewandte Forschung an Fachhochschulen. Mit der Gründung dieser Einrichtung soll die Forschung an den Fachhochschulen besser koordiniert werden. Das neue Institut soll mit jährlich 2 Millionen Euro finanziert werden, um die Kooperation zwischen Fachhochschulen und Wirtschaft zu verbessern.
Weiterhin ist bereits eine finanzielle Förderung von nicht erfolgreichen Anträgen bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder bis zur endgültigen Klärung der Weiterfinanzierung (u.a. Aufgabe der zukünftigen Stiftung) zugesagt.

2.2. „Berlin International Forum for Excellence“
Über die weitere Verwendung der Mittel im Rahmen des Masterplans wird das neu zu gründende Forum entscheiden. Grundlage für die Vergabe sind die Vereinbarungen im Memorandum of Understanding vom 9. Juni 2008. Über die weitere Finanzierung der nicht erfolgreichen Exzellenzcluster und Graduiertenschulen entscheidet ebenfalls das Forum. Das gilt auch für Mittel, die in diesem Jahr nicht abgerufen werden.

Wissenschaftssenator Zöllner: „Jeder in die Wissenschaft investierte Euro lohnt sich für den Standort Berlin. Durch den Masterplan konnte Berlin seine schon bestehende gute Ausgangsposition bei der Einwerbung von Geldern der Bund-Länder-Gemeinschaftsfinanzierung ausbauen. Die Berliner Forschung erhält daraus in den kommenden Jahren bis zu 660 Millionen Euro jährlich. Das entspricht fast 10% der Gelder aus der Gemeinschaftsfinanzierung und bedeutet pro Kopf fast doppelt soviel wie im Bundesdurchschnitt. Wir sind also auf einem guten Weg, zum erfolgreichsten Wissenschaftsstandort Deutschlands zu werden.“

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