Gemeinsame Pressemitteilung des Senators für Wissenschaft und Forschung, der Präsidenten der Berliner Universitäten sowie der vier außeruniversitären Einrichtungen

Pressemitteilung vom 09.06.2008

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Der Wissenschaftssenator des Landes Berlin, die Präsidenten der Berliner Universitäten sowie die Präsidenten der vier außeruniversitären Einrichtungen (Fraunhofer Gesellschaft, Helmholtz Gemeinschaft, Leibniz Gemeinschaft, Max Planck Gesellschaft) haben Einvernehmen darüber erzielt, dass das vom Senator zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der wissenschaftlichen Einrichtungen Berlins initiierte Konzept einer Stiftung „Berlin International Forum for Excellence“ (Arbeitstitel) nun den zuständigen Gremien der beteiligten Partner zur Befassung vorgelegt wird.

Damit ist eine erste Etappe der Verhandlungen über eine Stiftung erfolgreich abgeschlossen. Die Stiftung wird die seitens des Landes zusätzlich zur Verfügung gestellten Mittel wissenschaftsorientiert für die Förderung von Schwerpunktvorhaben auf zukunftsträchtigen Forschungsfeldern verwenden und Empfehlungen für Entwicklungsperspektiven und Institutionen übergreifenden Maßnahmen der Qualitätssicherung am Standort Berlin erarbeiten. Die Umsetzung empfohlener Maßnahmen wird in der Zuständigkeit der einzelnen Institutionen verbleiben.

Dieser gemeinsame Vorschlag für die Stiftung wird in die jeweils zu befassenden Gremien eingebracht. Die Partner werden parallel zu der Befassung der Gremien mit der Erarbeitung einer Stiftungssatzung beginnen, mit dem Ziel, den Gründungsprozess bis zum Jahresende abzuschließen.

Wissenschafts- und Forschungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: „Die Verantwortlichen in Wissenschaft und Forschung in Berlin können stolz darauf sein, eine Einrichtung zu schaffen, die es in dieser Form noch nicht gibt. Mit einem Erfolg der Stiftung haben wir es in der Hand, die Bundeshauptstadt zu einem der wichtigsten Forschungsstandorte der Welt zu machen, sowohl für etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Wir schaffen aber auch ein Modell für Deutschland, mit dem unsere Wissenschaft und Forschung zur internationalen Spitzenforschung aufschließen kann.“

Für die Universitäten erklärte der Vorsitzende der Konferenz der Berliner Universitäten und Präsident der Freien Universität Berlin, Univ.-Prof. Dr. Dieter Lenzen: „Der behutsame Verhandlungsprozess unter der Leitung von Staatssekretär a. D. Wolf-Michael Catenhusen hat sich bewährt. Aufgrund seiner Moderation konnten wesentliche Erwartungen der Universitäten zur Grundlage des Konzeptes gemacht werden, darunter die Organisationsform der Stiftung und ein weitgehender Erhalt der Universitätsautonomie zum Beispiel im Hinblick auf das Promotions- und Graduiertenrecht. Wichtig für die Universitäten ist insbesondere die Anerkennung eines finanziellen Aufwuchsbedarfs für die Staatszuschüsse in den bevorstehenden Hochschulvertragsverhandlungen.“

„Die außeruniversitären Forschungsorganisationen begrüßen die Errichtung einer Stiftung, die im Rahmen eines besonderen finanziellen Engagements des Landes die Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandortes Berlin nachhaltig fördert. Die Stiftung ist ein neues Instrument, welches den Wissenschaftsraum Berlin und “dessen nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit stärken wird”, sagte Leibniz-Präsident Ernst Th. Rietschel für die außeruniversitären Forschungsorganisationen. Sie werde somit entscheiden dazu beitragen, Berlin für die weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler attraktiv zu machen.

Die Forschungsorganisationen werten die durch die Stiftung ermöglichte neue Qualität der Institutionen übergreifenden Zusammenarbeit als einen entscheidenden Schritt. Sie danken dem Staatssekretär a. D. Wolf-Michael Catenhusen für die Moderation der Gespräche, die die Gründung des “Berlin International Forum for Excellence” ermöglicht haben.

Rückfragen:
Pressesprecher
Telefon: 9026-5846
E-Mail: pressestelle@senbwf.berlin.de