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ELEMENT-Studie belegt erfolgreiche Förderung in Grundschulen

Pressemitteilung vom 22.04.2008

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Die Bildungsverwaltung hat im Jahr 2003 Prof. Dr. Lehmann (HU Berlin) beauftragt, die Leis-tungsstände der Berliner Schülerinnen und Schülern in den Klassen 5 und 6 festzustellen und ihre Entwicklung zu untersuchen. Rund 93 Prozent dieser Schülerinnen und Schüler besuchten die sechsjährige Grundschule, rund 7 Prozent wechselten bereits nach der 4. Klasse in eine Gymnasialklasse.

Der Abschlussbericht der ELEMENT-Studie (Erhebung zum Lese- und Mathematikverständnis – Entwicklungen in den Jahrgangsstufen 4 bis 6 in Berlin) ist der Bildungsverwaltung am 11. April 2008 überreicht worden. Die Ergebnisse belegen, dass die Berliner Grundschulen Schüle-rinnen und Schülern aller Leistungsstände erfolgreich fördern. Die grundständigen Gymnasien bzw. Gymnasialzüge ab 5, auf die 7 Prozent der (in der Regel die leistungsstärksten) Schüle-rinnen und Schüler nach der Klasse 4 wechseln, weisen nahezu identische Leistungszuwächse auf. Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: „Eine Schere zwischen Grundschulen und grundständigen Gymnasien öffnet sich nicht. Im Gegenteil: Bei den Leistungsschwächeren scheint die Grundschule im großen Umfang Bildungsnachteile zu kompensieren. Die Untersu-chung zeigt aber, dass auch die Leistungsstärkeren adäquat gefördert werden.“

Im Rahmen von ELEMENT sind Daten im Längsschnitt zu drei Messzeitpunkten erhoben wor-den: Juni bzw. September 2003, Mai 2004 sowie Mai 2005. Im Juni 2003 wurde eine Stich-probe von rund 3 300 Grundschülerinnen und –schüler am Ende der Klasse 4 getestet (140 Klassen aus 71 Schulen). Mit dem Schuljahr 2003/04 begann ein neuer Jahrgang Klassenstufe 5 an den grundständigen Gymnasien. Dieser wurde in seiner Gesamtheit, also rund 1 700 Schü-ler/innen (59 Klassen aus 31 Schulen), im September 2003 erfasst. Im Zentrum der Studie steht die Beschreibung und Analyse der Lernentwicklungen in den untersuchten Fachleistungen Deutsch und Mathematik sowie zusätzlich zum dritten Erhebungszeitpunkt die der Fachleistung in Englisch.

Nach den Ergebnissen der Element-Studie gehen zu Beginn der siebenten Klassenstufe im Re-gelfall über 40 Prozent der Schüler/innen auf das Gymnasium. Diejenigen 7 Prozent, die schon zu Beginn der fünften Klassen in grundständige Gymnasialklassen übergehen, zeichnen sich zum großen Teil durch besondere Begabungen wie z. B. sprachliche, musische oder mathema-tisch-naturwissenschaftliche aus. Im Gegensatz zu den sozial und leistungsmäßig sehr hetero-gen zusammengesetzten Klassen in der Grundschule sind die grundständigen Gymnasialklassen aufgrund ihrer Auswahlmechanismen im allgemeinen eher leistungshomogen zusammengesetzt. Hinzu kommt, dass 13 Gymnasien Schnellläuferklassen mit modifizierten Rahmenplänen und mehr Lernstoff haben, was die Vergleichbarkeit mit den Grundschulen zusätzlich erschwert. ………

Die vollständige Pressemitteilung ist unter folgendem Link einzusehen:

www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2008/mdb-pm_element.pdf

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