Sanierung der East Side Gallery beginnt

Pressemitteilung vom 15.10.2008

Anlässlich des Startschusses für die Sanierung der East Side Gallery verwies Kulturstaatssekretär André Schmitz darauf, dass die East Side Gallery nicht nur für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Maueröffnung steht, sondern, dass an diesem Grenzabschnitt auch zahlreiche Fluchtversuche stattgefunden haben.

Schmitz: „Der Grenzabschnitt an der Spree entlang der heutigen East Side Gallery war ein Schwerpunktbereich für Fluchtversuche: Fünf Fluchtversuche von DDR-Bürgern endeten hier tödlich. Darüber hinaus gab es zwei Todesfälle von West-Berlinern, die durch die Spree in Richtung Osten schwammen. Auch fünf Kinder kamen hier zu Tode, die von West-Berliner Seite beim Spielen ins Wasser fielen und aufgrund der Grenzsituation nicht oder nicht rechtzeitig gerettet werden konnten. Sie waren zwischen 5 und 8 Jahre alt.“

Schmitz: „Die East Side Gallery ist Teil des Berliner Gesamtkonzepts zur Erinnerung an die Mauer und zum Gedenken an deren Opfer. Während der Checkpoint Charlie der internationale Ort der Mauergeschichte ist, das Brandenburger Tor der nationale und die Bernauer Straße der Berlinische, haben wir die East Side Gallery und das Parlament der Bäume im Regierungsviertel als die beiden Orte des Umgangs mit der Mauer nach deren Fall in das Konzept aufgenommen.“

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