Schmitz enthüllt Gedenktafel für Bernhard Weiß

Pressemitteilung vom 11.07.2008

Kulturstaatssekretär André Schmitz enthüllt heute in Anwesenheit von Innensenator Erhart Körting und dem amtierendenden sowie ehemaligen Polizeipräsidenten Berlins am Steinplatz 3 eine „Berliner Gedenktafel“ zu Ehren des ehemaligen Polizeivizepräsidenten Berlins, Bernhard Weiß.

Schmitz würdigt Bernhard Weiß als einen „Demokraten und republikanischen Staatsdiener der ersten Stunde, dessen Ziel es war, den Staat nicht um seiner selbst willen schützen, sondern zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie seiner Bürgerinnen und Bürger.“

Bernhard Weiß war in der Weimarer Republik als Jude, Chef der Berliner Kriminalpolizei (1925) und Polizeivizepräsident (1927-1932) wegen seiner demokratischen Gesinnung und republikanischen Amtsführung Hassobjekt und erklärter Feind des damaligen NSDAP-Gauleiters und späteren NS-Propagandaministers, Joseph Goebbels.

Bernhard Weiß verlor nach „Preußenschlag“ Franz von Papens 1932 sein Amt und konnte nach der Machtergreifung der Nazis im März 1933 unter spektakulären Umständen aus seiner Wohnung am Steinplatz über Hamburg und Prag nach London flüchten, wo er 1951 – kurz vor einer geplanten Rückkehr nach Deutschland – starb.

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