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Wowereit zum Gedenken an die ermordeten Sinti und Roma

Pressemitteilung vom 19.12.2008

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

“Wir dürfen nicht vergessen. Wir müssen uns der Geschichte stellen. Wir müssen jenen entschlossen entgegentreten, die andere wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Lebensweise diskriminieren und bedrohen.” Dies sei eine Botschaft, die vom Mahnmal der ermordeten Sinti und Roma ausgehe, sagte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, im Vorfeld seiner Teilnahme an der heutigen Gedenkveranstaltung zum Baustart des Mahnmals im Tiergarten (Simsonweg, 10557 Berlin).

Weiter sagte der Regierende Bürgermeister: „In dieser Woche wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen erneut angegriffen und beschädigt. Wir dürfen das nicht hinnehmen. Die historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der bundesdeutschen Staatsräson. Deshalb müssen wir den Ewiggestrigen mit aller Härte entgegentreten, die das Gedenken der Opfer schänden und Opfergruppen weiter diskriminieren. Ein Mahnmal allein reicht nicht. Wir brauchen das Engagement aller aufrechten Demokraten.”

Bis zum Beginn des Baus des Mahnmals sei es, so Wowereit, kein leichter Weg gewesen. Es habe viele Debatten gegeben, die mit Leidenschaft und manchmal auch kontrovers geführt worden seien: “Doch der heutige Tag ist ein Tag der Zuversicht. Das Mahnmal wird gebaut. Damit hat das Gedenken einen festen Platz in jener Stadt, in der der Völkermord geplant und ausgeführt wurde.”

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