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Migrantenselbstorganisationen werden Träger von Jugendfreiwilligendiensten

Pressemitteilung vom 01.12.2008

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Die Beauftragte des Senats für Bürgerschaftliches Engagement, Staatssekretärin Monika Helbig, und der Beauftragte ZivilEngagement des Bundesfamilienministeriums, Dr. Hans Fleisch haben heute im Berliner Rathaus das Projekt „Migrantenorganisationen als Träger von Freiwilligendiensten“ gestartet. Das wegweisende Projekt wird gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Senat von Berlin durchgeführt.

Staatssekretärin Monika Helbig: „Die Zeit ist reif und für einen neuen partizipativen Ansatz. Integration bedeutet für den Senat auch, dass Migrantenorganisationen als Maßnahmeträger auf dem Gebiet der Jugendfreiwilligendienste Verantwortung übernehmen.“

Ziel ist es, Migrantenselbstorganisationen gezielt zu eigenständigen Trägern des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ und des „Freiwilligen Ökologischen Jahres“ zu qualifizieren. Damit werden Ziele aus dem Integrationskonzept des Berliner Senats sowie aus dem Nationalen Integrationsplan umgesetzt.

Die Jugendfreiwilligendienste bieten jungen Menschen besondere Chancen der beruflichen Orientierung und des Erwerbs wichtiger arbeitsmarktrelevanter Schlüsselqualifikationen. Sie sind deshalb geeignet, die soziale und berufliche Integration der Jugendlichen besonders zu fördern.

Der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration, Günter Piening, dazu: „ Es ist eine große Chance für Berlin, dass in unserer Stadt mit der Öffnung der Freiwilligendienste für Migrantinnen und Migranten begonnen wird. Die Qualifizierung von Migrantenorganisationen zu Trägern von Freiwilligendiensten greift deren großes ehrenamtliches Engagement auf und wird dazu führen, das mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund teilhaben.“

Projektträger und Tandempartner sind das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. (ISS) als qualifizierender und projektleitender Partner und die Türkische Gemeinde in Deutschland e.V. als erste zu qualifizierende Migrantenorganisation. Im Projektverlauf können weitere interessierte Migrantenorganisationen zunächst in Berlin, später im weiteren Bundesgebiet in die Qualifizierung einbezogen werden. Sie erhalten Unterstützung bei der Entwicklung ihrer pädagogischen Konzepte, bei der Gewinnung und Anleitung von Einsatzstellen, der Erlangung der Trägerzulassung und der Ansprache junger Menschen sowie bei der praktischen und verwaltungstechnischen Umsetzung des Freiwilligendienstes.

Der Beauftragte ZivilEngagement des Bundesfamilieministeriums, Dr. Hans Fleisch: „Unsere Zivilgesellschaft braucht das Füreinander und das Miteinander aller Menschen sowie ihrer Organisationen. Die Jugendfreiwilligendienste als Bildungsdienste haben ganz besondere Potenziale, Engagement zu erlernen und die Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit zu fördern. Indem wir Migrantenorganisationen unterstützen, Akteure im Feld zu werden, stärken wir die Zivilgesellschaft auf der individuellen und auf der institutionellen Ebene und leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration.“

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