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Mehr Solaranlagen auf öffentliche Dächer

Pressemitteilung vom 25.11.2008

Aus der Sitzung des Senats am 25. November 2008:

Die Anzahl der Solaranlagen in Berlin hat sich in den letzten Jahren erfreulich entwickelt. Im Solaranlagenkataster sind 5.356 solarthermische Anlagen zur Warmwassererzeugung und 1.585 Photovoltaik-Anlagen (9,85 Megawattpeak Leistung) zur Stromerzeugung registriert. Das geht aus einem Bericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Katrin Lompscher, beschlossen hat.

„Wir wollen, dass mehr Dächer in Berlin mit Solaranlagen ausgestattet werden. Der Senat intensiviert deshalb seine Zusammenarbeit mit der Solardachbörse und der Berliner Immobilien Management GmbH BIM. Der Ausbau der Photovoltaik ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, so Senatorin Lompscher.

Derzeit untersucht die BIM ihre knapp 1.000 Gebäude auf die Eignung für Photovoltaik-Anlagen. Zu den Kriterien gehören unter anderem eine ausreichende Statik des Daches für die Zusatzlast, ein guter Zustand der Dachdeckung und natürlich auch die schattenfreie Lage. Geeignete Dächer werden identifiziert und Investoren über das Internet angeboten. Von den Erfahrungen der BIM und der Solardachbörse sollen neben den Bezirksämtern auch andere öffentliche Dienststellen, Firmen und Wohnungsbaugesellschaften profitieren. Jetzt ist das Engagement der Investoren gefragt, damit Photovoltaik-Projekte initiiert werden und in Anlagentechnik investiert wird.

Derzeit betreiben Investoren auf Berliner öffentlichen Dächern 29 Photovoltaik-Anlagen. Mit einer Leistung von rund 800 kWp (Kilowattpeak) speisen sie emissionsfreien Solarstrom ins Netz ein. Im Rahmen der Solardachbörse wurde das bisher größte Berliner Photovoltaik-Projekt auf öffentlichen Dächern auf den Weg gebracht. Ein Investor hat mit vier Bezirksämtern Mietverträge für 14 Dächer – vor allem von Schulen – zum Bau und Betrieb von Solarstromanlagen abgeschlossen. Die Photovoltaik-Module werden eine Leistung von 1,05 MWp (Megawattpeak) erbringen. Das Investitionsvolumen des Projekts liegt bei rund 4,6 Mio. €. Die auf Schuldächern installierten Photovoltaik-Anlagen werden zudem mit einem pädagogischen Konzept verknüpft. Dem Projekt „Solarstrompark Berliner Schulen“ wurde im Mai 2008 der Preis „KlimaSchutzPartner des Jahres 2008“ in der Kategorie „Erfolg versprechende Planungen“ verliehen.

Auf den positiven Erfahrungen mit der Solardachbörse kann aufgebaut werden, wenn künftig auch Liegenschaften des Sondervermögens Immobilien des Landes Berlin angeboten werden. Für diese öffentlichen Liegenschaften ist die BIM verantwortlich, mit der die Senatsumweltverwaltung ein Konzept zur verstärkten Nutzung öffentlicher Gebäude für Solaranlagen entwickelt hat.

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz
Telefon: 9025-2153
E-Mail: pressestelle@senguv.berlin.de