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Wowereit gratuliert Vicco von Bülow

Pressemitteilung vom 11.11.2008

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat Vicco von Bülow zu dessen 85. Geburtstag am morgigen 12. November 2008 beglückwünscht.

Wowereit schrieb u.a.: „Der deutsche Humor ist besser als sein Ruf. Sie sind der Beweis! Bundesweit, nicht zuletzt in Berlin, genießen Sie eine hohe Wertschätzung dank Ihrer wahrhaft einzigartigen künstlerischen Leistungen als … ja, als was? Als alltagsrühriger Humorist oder ambitionierter Schauspieler? Als Cartoonist oder Bühnen- und Kostümbildner? Als Regisseur großer Opernstoffe oder ein die theoretische Theaterkunst vermittelnder Gelehrter mit Professur? Ich denke, die wohldosierte Mischung aus all diesen Zutaten ist das Rezept, auf dem Ihre überaus große Beliebtheit basiert. Sie selbst sagen, es sei Ihnen nicht gelungen, sich dauerhaft einer Tätigkeit zu verschreiben, die man gemeinhin als Beruf bezeichnet – die berufliche Frage sei nie ganz gelöst worden. In jedem Falle sind Sie ein grandioser Beobachter der Alltäglichkeiten des Lebens, denen Sie stets eine komische Seite abzugewinnen verstehen. Dafür werden Sie zu Recht verehrt und geliebt von einem Publikum, das quer durch alle Generationen reicht.

Danken möchte ich Ihnen heute natürlich auch für Ihr langjähriges Engagement als Moderator der Festlichen Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung, die Sie mit Ihren zweifelsohne überaus ‘notwendigen Bemerkungen zu dramatischen Musikbeispielen’ erst zu dem gemacht haben, was sie heute ist: Ein gesellschaftlicher Höhepunkt im an Veranstaltungen nicht eben armen Berliner Kulturkalender und zudem eine der erfolgreichsten deutschen Benefizveranstaltungen zugunsten HIV-positiver und an AIDS erkrankter Menschen. Dass Sie nun als Ehrenvorsitzender der Operngala fungieren, zeigt uns, wie eng Sie dieser Veranstaltung und vor allem ihren Zielen bis heute verbunden sind.

Ich bin sicher, auch in den kommenden Jahren wird Ihnen die Heiterkeit nicht abhanden kommen, auch wenn Sie sich von der ganz großen Bühne inzwischen etwas zurückgezogen haben. Wir alle hoffen, der Pirol fliegt weiter hoch und mit scharfen Augen. Ihre erstaunliche Beobachtungsgabe, Ihr Humor, der meist bissig, nie aber denunzierend ist, ihr unnachahmlicher Blick auf die Absurditäten des Alltags, Ihre Selbstironie, Ihre Zeichnungen, Sketche, Kinofilme – all das bleibt einzigartig. Viele Ihrer rhetorischen Geniestreiche sind hierzulande mittlerweile zum sprachlichen Allgemeingut geworden. Loriot, warum sagen Sie denn nichts? Ich weiß, es ist Ihre Bescheidenheit!”

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