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Positive Trends bei der Bildungsbeteiligung junger Migranten in Berlin Klaus Wowereit zum Gipfel im Kanzleramt: Integrationspolitik braucht regelmäßige Zwischenbilanz

Pressemitteilung vom 06.11.2008

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit fordert eine regelmäßige Überprüfung der Ergebnisse der Integrationspolitik von Bund und Ländern. „Die selbstgesteckten Ziele müssen ernst genommen werden“, sagte Wowereit aus Anlass des Integrationsgipfels im Kanzleramt. „Deshalb reicht es nicht, nur immer neue Forderungen zu erheben. Es kommt darauf an, eine Trendwende in der Praxis zu erreichen. Denn teilweise hat es auch Rückschläge bei dem Ziel gegeben, die Chancen junger Menschen mit Migrationshintergrund bei der gesellschaftlichen Teilhabe und speziell ihre Berufschancen nachhaltig zu verbessern.“

In Berlin gibt es nach Wowereits Angaben inzwischen positive Trends: „Die Zahl der ausländischen Abiturienten ist um knapp sechs Prozent von zwölf auf 17,8 Prozent gestiegen. Der Anteil der Auszubildenden mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst konnte zwischen 2006 und 2007 von acht auf 13 Prozent gesteigert werden. An 2006 steigt auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit wieder. Bei den Schulabbrechern ist die Zahl der Nicht-Deutschen um 4,5 Prozentpunkte auf rund 15 Prozent gefallen. Diese Zahl ist immer noch viel zu hoch, aber die Trendwende macht Hoffnung.“

Wowereit appellierte erneut an die Familien mit Migrationshintergrund, öffentliche Bildungsangebote auch anzunehmen. „Der Weg zur Teilhabe führt speziell für Menschen aus Zuwandererfamilien über Bildung“, so der Regierende Bürgermeister. „Der Staat bleibt politisch in der Pflicht, verstärkt Wege zur Integration zu öffnen. Aber hinzu muss die Bereitschaft kommen, diese Wege auch einzuschlagen.“

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