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Mehr Mobilität für Menschen mit Behinderung in Berlin

Pressemitteilung vom 24.06.2008

Aus der Sitzung des Senats am 24. Juni 2008:

Die Mobilitätshilfedienste und der Sonderfahrdienst für Menschen mit Behinderung sollen weiter ausgebaut und mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) noch enger vernetzt werden. Dazu hat der Senat heute auf Vorlage der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Dr. Heidi Knake-Werner, ein Mobilitätskonzept für Menschen mit Behinderung beschlossen. Ziel ist es, größtmögliche Beweglichkeit für Menschen mit Behinderung zu erreichen. Dabei sollen sie so weit wie möglich das Angebot des ÖPNV nutzen können. Leitgedanke ist die Devise: „So viel ÖPNV wie möglich und so viel Sonderfahrdienst wie nötig.“

Die einzelnen Maßnahmen werden unter der Federführung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales mit den ÖPNV-Partnern, den Mobilitätshilfediensten sowie anderen Expertinnen und Experten in einer Arbeitsgruppe erörtert, umgesetzt und nach einer Erprobungsphase bewertet. Vorgesehen sind bessere Informationen – beispielsweise durch das Projekt „Fahrinfo-online barrierefrei“ für bessere Suchmöglichkeiten im Internet nach barrierefreien Routen oder das gezielte Verteilen von Informationsmaterialien in Behinderten- und Seniorenwohnheimen.

Auch gezielte Schulungen helfen den Verkehrsteilnehmern. Unter der Veranstaltungsreihe „ÖPNV kennen und lieben lernen“ hat beispielsweise der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg eine Schulung für Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen ins Leben gerufen. Der „Fahrtbegleitdienst für mobilitätseingeschränkte Menschen“ des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) soll mobilitätseingeschränkten Menschen Hilfestellung bei der Nutzung des ÖPNV geben. Das Pilotprojekt Mobilitätshilfedienste in Friedrichshain-Kreuzberg hat das Ziel, Menschen zu unterstützen, die in ihrer Mobilität beeinträchtigt sind und ihre Wohnung nicht mehr aus eigener Kraft verlassen können.

Der Senat erhofft sich, dass Informationen und Hilfestellungen zukünftig dazu führen, dass noch viel mehr Menschen mit Behinderungen den ÖPNV nutzen.

Die geplanten Maßnahmen sind auch für Seniorinnen und Senioren von Nutzen, denn sie verhelfen auch ihnen zu mehr Mobilität in der Stadt.

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Telefon: 9028-2743
E-Mail: pressestelle@senias.verwalt-berlin.de