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Gründung der Stiftung Berliner Mauer - Gedenkstätte Berliner Mauer und Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Pressemitteilung vom 24.06.2008

Aus der Sitzung des Senats am 24. Juni 2008:

Die Gedenkstätte Berliner Mauer und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde werden organisatorisch unter einem Dach zusammengefasst und institutionell gestärkt.

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit die Gründung einer „Stiftung Berliner Mauer – Gedenkstätte Berliner Mauer und Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde“ beschlossen. Der Gesetzentwurf zur Errichtung der Stiftung wird nun beim Abgeordnetenhaus eingebracht.

Zweck der Stiftung ist es, die Geschichte der Berliner Mauer und der Fluchtbewegungen aus der DDR sowie Übersiedlungen in die DDR als Teil und Auswirkung der deutschen Teilung und des Ost-West-Konflikts im 20. Jahrhundert zu dokumentieren und zu vermitteln, die historischen Orte zu erhalten und ein würdiges Gedenken an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft zu ermöglichen.

Die Stiftungsgründung ist Bestandteil des im Juni 2006 beschlossenen „Gesamtkonzepts zur Erinnerung an die Berliner Mauer: Dokumentation, Information und Gedenken“. Zu den Kernpunkten dieses Konzeptes gehört die Erweiterung der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, in die wegen des historischen Bezuges nun auch die Erinnerungsstätte in Marienfelde inhaltlich und organisatorisch einbezogen wird.

Die bisherigen Trägervereine der beiden Gedenkstätten werden nach der Stiftungs¬gründung als Fördervereine mit Sitz und Stimme im Stiftungsrat vertreten sein. Den Stiftungsratsvorsitz wird das Land Berlin innehaben. Der stellvertretende Vorsitz ist dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien vorbehalten.

Die institutionelle Förderung der Stiftung und die Finanzierung des Grunderwerbs für die Erweiterung der Gedenkstätte Berliner Mauer erfolgen aus Mitteln des Landes und des Bundes. Für die geplante Open-Air-Ausstellung und den Info-Pavillon werden darüber hinaus auch Mittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie, des Bundes und der Europäischen Union eingesetzt. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt einschließlich des erforderliche Grunderwerbs rund 26 Mio. €. Bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2011 wird die Stiftung auch als Bauherr fungieren.

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