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Ein Schritt weiter zur geschlechtergerechten Verwaltung

Pressemitteilung vom 24.06.2008

Aus der Sitzung des Senats am 24. Juni 2008:

Geschlechtergerechtigkeit herzustellen ist das Ziel, das mit der Durchsetzung von Gender Mainstreaming in der Berliner Verwaltung erreicht werden soll. Wie weit die Senats- und Bezirksverwaltungen auf diesem Weg vorangekommen sind – das wurde im fünften Bericht an das Abgeordnetenhaus über Gender Mainstreaming in der Berliner Politik und Verwaltung zusammengetragen, den der Senat heute auf Vorlage des Senators für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, beschlossen hat.

Die Umsetzung von Gender Mainstreaming ist in den Berliner Verwaltungen unterschiedlich weit fortgeschritten. So hat sich in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Lichtenberg der Aufbau von festen personellen und organisatorischen Strukturen positiv auf die kontinuierliche Umsetzung von Gender Mainstreaming und Gender Budgeting ausgewirkt. Wo diese Strukturen noch nicht existieren, bleibt die Umsetzung bestenfalls punktuell. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen stellt, mit Sicht auf Gender Budgeting, einen deutlichen Qualitätssprung bei der Aufstellung des Doppelhaushaltsplanes 2008/2009 im Vergleich zur Haushaltsplanung 2006/2007 fest. So ist etwa die Gender-Budget-Nutzenanalyse flächendeckend in allen Senats- und Bezirksverwaltungen ausdehnt und vertieft worden. Zukünftig soll sich der Prozess auch auf die Träger, Einrichtungen, Unternehmen, Initiativen und Einzelpersonen erstrecken, die ihre Maßnahmen und Projekte mit Hilfe öffentlicher Mittel realisieren wollen.
Das setzt voraus, dass mit den Zuwendungsnehmenden entsprechende Vereinbarungen geschlossen werden, die erforderlichen geschlechterdifferenzierten Daten und Analysen über die geschlechtergerechte Verteilung der Haushaltsmittel zu liefern.

Gender Mainstreaming ist nur als langfristiger Prozess realisierbar, dessen nachhaltige Implementierung ein hohes Maß an Sensibilität, Gender-Wissen und Umsetzungskompetenz erfordert. Der Senat wird den erfolgreich eingeführten Prozess zu einer geschlechtergerechten Verwaltung in den kommenden Jahren ziel- und wirkungsorientiert konsequent weiterführen.

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen
Telefon: 9013-7418
E-Mail: pressestelle@senwtf.verwalt-berlin.de