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Verkehrsmittel des Umweltverbundes werden stärker genutzt

Pressemitteilung vom 10.06.2008

Aus der Sitzung des Senats am 10. Juni 2008:

In Berlin ist es gelungen, die Verkehrsmittel des Umweltverbundes – Bahnen, Busse und Fahrräder – zu stärken.
Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Wir machen große Fortschritte bei der Umsetzung des Stadtentwicklungsplans Verkehr. So wurde das Netz für den Fahrradverkehr kontinuierlich ausgebaut und an vielen Orten sind neue Fahrradabstellmöglichkeiten entstanden. Auch die Qualitäten des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Regionalverkehrs haben sich durch Beschleunigungsprogramme für Busse und Straßenbahnen sowie durch Fahrzeitverkürzungen im Regionalverkehr weiter verbessert. Ebenso tragen neue innovative Tarifangebote, wie das Schüler- und Geschwisterticket sowie die Weiterentwicklung des ‚Ländertickets’ dazu bei, günstiger durch die Stadt zu kommen. Mit diesen und weiteren Maßnahmen sind wir auf einem sehr guten Weg, um den Verkehr für die Berlinerinnen und Berliner sicherer, sauberer und geräuschärmer zu machen und gleichzeitig die Mobilität in der Stadt zu verbessern.“

Mit dem Stadtentwicklungsplan Verkehr (StEP Verkehr) hatte der Senat 2003 ein modernes und politikübergreifendes Verkehrskonzept auf den Weg gebracht. In der Koalitionsvereinbarung 2006 bis 2011 wurde der StEP Verkehr mit seinem Maßnahmenkatalog als Grundlage der Berliner Verkehrspolitik bestätigt.

Der zweite Fortschrittsbericht zur Umsetzung des StEP Verkehr, der heute auf Vorlage von Senatorin Junge-Reyer vom Senat beschlossen wurde, verdeutlicht Erfolg und Kontinuität der Verkehrspolitik des Berliner Senats. Berlin ist mobil, und die Berliner Verkehrsverhältnisse sind – im nationalen wie im internationalen Großstadtvergleich – sehr günstig. Dies gilt besonders für den gesamten öffentlichen Verkehr, aber auch für den Kfz- und den Radverkehr. Ziel der Berliner Verkehrspolitik ist es, die Mobilität für Personen und Güter zu sichern und zugleich den Verkehr deutlich sauberer, sicherer und weniger klimaschädlich zu machen. Der zweite Fortschrittsbericht zeigt, dass Berlin diesen anspruchsvollen Zielen ein gutes Stück näher gekommen ist. Innerhalb des Umsetzungszeitraumes des StEP Verkehr ist es gelungen, eine Trendwende einzuleiten. Während im ersten Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung der Stadt der Kfz-Verkehr zu- und der öffentliche Verkehr abgenommen hat, ist dieser Trend im Umsetzungszeitraum des StEP Verkehr umgekehrt worden: Seit einigen Jahren gewinnen die Verkehrsmittel des ÖPNV und der Radverkehr Nutzer, der motorisierte Individualverkehr nimmt hingegen ab.

Der zweite Fortschrittsbericht dokumentiert, dass der Senat sein integriertes Verkehrskonzept weiterhin konsequent umsetzt:

• Die Verkehrsinfrastruktur ist mit wichtigen Projekten erheblich verbessert worden. Beispielsweise wurde der Fernbahntunnel mit Hauptbahnhof und Südkreuz in Betrieb genommen, das Straßenbahnnetz erweitert und jüngst die A 113 eröffnet.

• Die Qualitäten des ÖPNV und des Regionalverkehrs konnten verbessert werden, u.a. durch Beschleunigung von Bussen und Straßenbahnen sowie durch Fahrzeitverkürzungen im Regionalverkehr. Innovative Tarifangebote, wie das Schüler- und Geschwisterticket sowie das Länderticket, wurden eingeführt oder weiterentwickelt.

• Viele Strecken des ÖPNV wurden saniert und zahlreiche S- und U-Bahnhöfe mit barrierefreien Aufzügen versehen.

• Die Bedingungen des Radverkehrs wurden kontinuierlich weiter verbessert: durch Ausbau des Radwegenetzes, durch neue Fahrradabstellanlagen, bessere Wegweisung und erweiterte Informationen.

• Zur Entlastung der Innenstadtbewohner vom Straßenverkehrslärm kommt die Umsetzung der Konzeption „Tempo 30 nachts“ zur Lärmminderung auf besonders stark belasteten Hauptverkehrsstraßen zügig voran und wird in diesem Jahr abgeschlossen.

• Maßnahmen der Verkehrssicherheit wurden verstärkt umgesetzt: von der erweiterten Mobilitäts- und Verkehrserziehung von Kindern und Jugendlichen über die Beseitigung von Unfallschwerpunkten, die Einrichtung neuer Zebrastreifen bis zu verstärkten Verkehrskontrollen der Polizei.

Der Senat wird im Zusammenhang mit der bevorstehenden Überarbeitung des StEP Verkehr neue Daten zur Entwicklung der Bevölkerung, der Altersstruktur sowie der Arbeitsplätze berücksichtigen und damit die bisherigen Annahmen zur künftigen Verkehrsentwicklung überprüfen. Der Katalog der Maßnahmen für die künftigen Jahre wird dann entsprechend weiterentwickelt.

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: pressestelle@senstadt.berlin.de