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Berliner Fachtagung debattiert die Möglichkeiten zur Nutzung von Biomasse

Pressemitteilung vom 05.11.2008

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit:

Rund 100 Fachleute aus Politik, Energiewirtschaft, Entsorgungswirtschaft und Forschung diskutieren heute auf einer Fachtagung, ob die verstärkte Nutzung von Biomasse eine Option für die Berliner Klimaschutzpolitik ist. Die Tagung wird von der Senatsumweltverwaltung zusammen mit dem Klimaschutzrat Berlin veranstaltet. Um die Potenziale einer nachhaltigen Nutzung von Biomasse in Berlin auszuloten, hat die Senatsverwaltung zudem ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Umweltsenatorin Katrin Lompscher hebt hervor, dass die künftige Ausrichtung der Energieversorgung und ein möglichst schonender Umgang mit den vorhandenen Ressourcen zu den wichtigsten Fragen unser Zeit gehören. „Wir müssen angesichts des weltweit steigenden Energieverbrauchs handeln. Mit dem klimaschutzpolitischen Arbeitsprogramm des Senats hat sich Berlin vorgenommen, die CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber 1990 um insgesamt 40 Prozent zu senken. Dazu muss der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter vorangetrieben werden. Neben der Solarenergie kommt der Biomasse dabei wachsende Bedeutung zu. In ihrer Nutzung als regenerativer Energieträger steckt ein großes Potenzial. Viele Maßnahmen zur Optimierung der Biomassenutzung sind bereits auf einem guten Weg. Wir wollen neben der BSR auch andere Bündnispartner dafür gewinnen, die nachhaltige Verwertung der in Berlin anfallenden Biomasse auszubauen. Die höhere Vergütung der energetischen Verwertung von Biomasse, wie sie im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegt wurde, unterstützt diese Aktivitäten“, so die Senatorin.

Die Vorstandsvorsitzende der BSR Vera Gäde-Butzlaff erklärt: „Die BSR wird mit der Vergärung von Bioabfällen ein erstes Leuchtturmprojekt in Sachen Biomasse umsetzen. Dabei ist es nicht die Vergärung allein, sondern vor allem die ökologisch effiziente und wirtschaftlich äußerst sinnvolle Nutzung des Biogases zur Betankung unserer Fahrzeuge. Damit tragen wir nicht nur zum Klimaschutz und zur Feinstaubreduzierung bei, sondern machen uns – zum Wohle der Gebührenzahler – für einen Teil unserer Fahrzeugflotte von den in Zukunft mit Sicherheit steigenden Kraftstoffpreisen unabhängig.“ Auch in Zukunft werde die BSR – so Gäde-Butzlaff – weiter an neuen Projekten zur Biomassenutzung arbeiten.

Rückfragen:
Regina Kneiding
Telefon: 90252156