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Kick-Off Veranstaltung: „Territoriale Zusammenarbeit“ der Hauptstadtregion

Pressemitteilung vom 27.03.2007

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

„Europa wächst an den Grenzen zusammen“ lautete das Motto, mit dem Staatssekretär Volkmar Strauch von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes Berlin die rund 130 Teilnehmer der Kick-Off Veranstaltung zur neuen Interreg IV Förderperiode begrüßte. Eingeladen hatte das EU-Netz Berlin Brandenburg, Thema waren die vielfältigen Chancen, die für die Hauptstadtregion in der Nutzung dieses Programms liegen.

Mit dem neuen Programm versucht die Europäische Kommission eine strategische Antwort auf die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs zu geben. Mit insgesamt rund 7,5 Mrd Euro soll der neue Förderschwerpunkt “Europäische territoriale Zusammenarbeit” die europäischen Regionen und Städte mobilisieren, über Grenzen hinweg zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Daseinsvorsorge innerhalb des erweiterten Europas zusammenzuarbeiten. “Mit der Förderung des Erfahrungsaustauschs zwischen den Regionen, d.h. der Umsetzung guter Praktiken innerhalb von Regionen, versucht die Kommission, eine bessere Verbindung zwischen Programmen der Zusammenarbeit und regionalen Programmen herzustellen”, erläuterte Petrat Charlety als Vertreterin der Generaldirektion Regionalpolitik die Zielsetzung der Kommission.

Die wirtschaftlichen Bezüge sind in den vorliegenden Entwürfen der Operationellen Programme im Vergleich zur vorangegangenen Förderperiode eindeutig stärker in den Vordergrund getreten. So stellt das Thema Generierung und Verbreitung von Innovationen im Programmentwurf für den Ostseeraum eine der vier Prioritäten dar. Ähnliche Tendenzen sind auch aus den weiteren Programmentwürfen ersichtlich. Damit wird der Vorgabe der Europäischen Kommission entsprochen, die Erkenntnisse der vergangenen Förderperiode in strategische Projekte zur regionalen Entwicklung umzusetzen.

„Ich bin mir mit meinem Kollegen aus dem Wirtschaftsministerium in Brandenburg einig, dass die Hauptstadtregion als Innovationsregion mit ihren Kompetenzfeldern für einen Wettbewerb mit anderen europäischen Metropolen gut aufgestellt ist. Wir wollen aber Wettbewerb und Kooperation verbinden und unsere gemeinsame Verantwortung als Metropolenregion gegenüber angrenzenden Wirtschaftsräumen mit mittleren und kleineren Städten produktiv wahrnehmen.“ betonte Staatssekretär Strauch. „Die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, mit der Brandenburg das Zusammenwachsen an der Grenze mit den westpolnischen Wojewodschaften unterstützt, ist ein gutes Beispiel, wie regionale Wirtschaftsräume durch EU-Förderung gestärkt werden können.“

Hierzu trägt auch das seit 2006 bestehende wirtschaftliche Kooperationsnetz der Oder-Partnerschaft bei, das ein praktisches Beispiel gibt, wie sich im Zusammenspiel von Metropolenregion und grenznaher Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Berlin neue Formen von Verantwortungsgemeinschaften herausbilden. Vor diesem Hintergrund erläuterte Monika Przenioslo, welche Ziele das Marschallamt Niederschlesien in der neuen Förderperiode auf dem Gebiet der territorialen Zusammenarbeit verfolgt.

Die bisherigen Projekt-Erfahrungen in der Hauptstadtregion haben gezeigt, dass hierdurch der Grundstein für eine zukünftige engere Zusammenarbeit mit anderen europäischen Regionen gelegt werden kann, in denen sich neue und qualitativ hochwertige wirtschaftliche Folgeprojekte herauskristallisieren. So unterzeichnete Staatsekretär Strauch vor kurzem mit seiner Brandenburger Kollegin Dorette König, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung, gemeinsam in Oslo eine Vereinbarung, in der die Hauptstadtregion u.a. mit den Städten Oslo, Göteborg und Kopenhagen/Malmö die Zusammenarbeit im Innovations- und Verkehrsbereich intensivieren will.

„Ich würde mich freuen, wenn es uns gelingt, die Akteure in Berlin und Brandenburg mit dieser Veranstaltung zu motivieren, das Programm der EU zu nutzen, die Stärken unserer Region zu stärken und die Zusammenarbeit mit unseren regionalen Nachbarn in östlicher wie in südlicher und nördlicher Richtung zu intensivieren,“ so Staatssekretär Strauch an die Teilnehmer der Veranstaltung.

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Petra Schwarz
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