Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Girls' Day in Berlin: Wer mitmacht, gewinnt!

Pressemitteilung vom 22.03.2007

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

In Berlin findet am 26.04.2007 der Girls’ Day für Mädchen der 5. bis 10. Klassen statt. Wer sich zum Mitmachen entscheidet, kann nur gewinnen. Mädchen gewinnen Einblick in technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe, in Führungspositionen unserer Gesellschaft und in die Möglichkeiten zur Existenzgründung. Unternehmen gewinnen Einblick in das Potenzial, die Stärken und Interessen gut ausgebildeter junger Mädchen. Sie werben für ihr Unternehmen und knüpfen erste Kontakte zu potenziellen Auszubildenden. Berlin macht mit und gewinnt Fachkräfte für die Berufe von morgen.

Der Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag ist auf Erfolgskurs. Von 2002 bis 2006 haben in Berlin insgesamt 27.400 Schülerinnen an 800 Veranstaltungen am Girls’ Day teilgenommen. Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Eckart R. Schlemm, Staatsekretär für Bildung, und Prof. Dr. Johann Köppel, Vizepräsident der Technischen Universität Berlin, setzen sich dafür ein, dass Schülerinnen und Unternehmen die Möglichkeiten des Mädchen-Zukunftstages nutzen und rufen gemeinsam dazu auf, sich zu beteiligen.

Harald Wolf erklärt: „ Als Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen bin ich einerseits zuständig für eine gute wirtschaftliche und zukunftsorientierte Entwicklung unserer Stadt und anderseits für die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Beides ist zunehmend enger verknüpft. Mit Blick auf die weiteren demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ist es besonders wichtig, dass Frauen ihr gutes Bildungspotential vermehrt auch in naturwissenschaftlich-technischen und handwerklichen Berufen und in Führungspositionen einbringen. Frauen gewinnen damit Verdienst-, Einfluss- und Karrieremöglichkeiten und Berlin wird gut gerüstet sein für den in absehbarer Zeit auf uns zukommenden Fachkräftebedarf.“

Auf Europäischer Ebene liegen die Zielvorgaben fest, die Anzahl der Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen soll insbesondere in den mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Fächern um 15 % gesteigert werden. Dabei ist das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern zu nivellieren. Die Technische Universität Berlin arbeitet mit den unterschiedlichsten Programmen und Maßnahmen daran, diese Studiengänge auch für Frauen interessant zu machen. Prof. Dr. Johann Köppel: „Es ist wichtig, den Anteil von Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Fachgebieten auf allen akademischen Karrierestufen zu erhöhen. Die Maßnahmen der TU Berlin setzen daher an den z. T. sehr unterschiedlichen Belangen von Frauen im Studium, in der Promotionsphase und schließlich in der Habilitationsphase an. Dabei berücksichtigen wir, dass der Anteil von Frauen innerhalb der verschiedenen technischen und naturwissenschaftlichen Fachgebiete erheblich variiert. In den Bereichen Umwelttechnik oder auch Lebensmitteltechnologie beispielsweise stellen wir seit längerem ein steigendes Interesse von Frauen fest. Dagegen verbleibt der Anteil in wichtigen Fächern wie der Elektrotechnik oder der Informatik leider auf sehr niedrigem Niveau. Hier müssen wir ansetzen.“

Die Weichen für das Interesse an naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Inhalten werden früh gestellt. Dem hat die Bildungsverwaltung Rechnung getragen mit der Aufnahme des Bereiches naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen im Berliner Bildungsprogramm für Kindertagesstätten und durch Einführung des neuen Fachs Naturwissenschaft in den fünften und sechsten Grundschulklassen. Insgesamt bedarf es im vorschulischen und schulischen Bereich verstärkt spezifischer Maßnahmen, um das Interesse der Mädchen für die naturwissenschaftlich geprägten Fächer positiv zu beeinflussen. Eckard R. Schlemm, Staatssekretär für Bildung, Wissenschaft und Forschung: „Der Girls’ Day ist in Berlin eine Erfolgsstory. Immer mehr Mädchen begeistern sich für technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe und streben erfolgreich in die Führungspositionen von Wirtschaft und Verwaltung.“

Alle Beteiligten: Unternehmen, Schülerinnen, Schulen und Eltern sind aufgerufen, aktiv am Girls’ Day mitzuwirken. Fünf Wochen sind noch eine lange Zeit, um eine Veranstaltung im Unternehmen zu planen, einen interessanten Platz auf der Aktionslandkarte [[http://www.berlin.de/sen/frauen/oeff-raum/girlsday/index.html|www.girlsday-berlin.de]] zu suchen und den Aktionstag im Unterricht und zu Hause gut vorzubereiten. Auch in diesem Jahr wird wieder ein Girls’ Day – Preis ausgelobt. Es winken Preise in Höhe von 500 Euro, 300 Euro und 150 Euro. Informationen gibt es bei der Landeskoordinierungsstelle Girls’ Day / LIFE e.V. unter den Telefonnummern: 30 87 98 – 12.

Rückfragen:
Petra Schwarz
Telefon: 90 13 74 18
E-Mail: pressestelle@senwtf.verwalt-berlin.de