Tag der Offenen Moschee am 3.Oktober 2007 - Berlins Integrationsbeauftragter begrüßt Bemühungen islamischer Organisationen um Transparenz und Offenheit

Pressemitteilung vom 28.09.2007

Der Beauftragte des Senats für Integration und Migration teilt mit:

Am 3. Oktober 2007 laden wieder deutschlandweit Muslime zum Tag der offenen Moschee. Seit 1997 organisieren die unterschiedlichsten Verbände diese Aktion. Berlins Beauftragter für Integration und Migration, Günter Piening, sieht darin auch ein Zeichen wachsender Emanzipation des Islam in unserer Gesellschaft. In Zeiten, in denen „Islam“ nicht selten mit Unterdrückung, Intoleranz und islamistischem Terror gleichgesetzt wird, sind Initiativen für Offenheit und Transparenz islamischen Lebens ein wichtiger Beitrag für das verträgliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen.

„Natürlich ist der Islam als zweitgrößte Glaubensgemeinschaft nach dem Christentum schon längst im Alltag angekommen“, so der Integrationsbeauftragte. „Wenn es aber ganz praktisch darum geht, dass Muslime die grundgesetzlich garantierte Glaubensfreiheit einfordern und als gleichberechtigter Partner in der Religionslandschaft betrachtet werden wollen, tun sich immer wieder Schwierigkeiten auf. Die aktuellen Diskussionen um Moscheebauvorhaben, ob nun in Berlin oder in Köln, bieten hinreichend Beispiele, dass manche die Gelegenheit nur zu gern für eigene Hasskampagnen nutzen, um zum ‚Kampf der Kulturen’ aufzustacheln“, so Piening weiter.

Die Wirklichkeit vor Ort sieht zum Glück anders aus. In vielen Stadtteilen haben sich Moscheegemeinden und islamische Vereine zu wichtigen Partnern in der sozialen Arbeit entwickelt. Wie solche Arbeit vor Ort aussehen kann, darüber hat hier Berlin beispielsweise das Islamforum einen Leitfaden erarbeitet. Im Islamforum tauschen sich seit 2005 Vertreter islamischer Vereine, der Berliner Verwaltung, der jüdischen Gemeinde und der christlichen Kirchen sowie Nichtregierungsorganisationen regelmäßig aus.

„Wir sollten den Islam nicht ausgrenzen, sondern muslimische Organisationen als Partner in die Verantwortung einbeziehen“, unterstrich Piening. „Die Themen sind zahlreich im interkulturellen Alltag und dürfen nicht tabuisiert werden, ob es sich um Zwangsverheiratungen, Frauenrechte oder Homophobie und Schwulenhass handelt.“

Wer am interreligiösen Dialog interessiert ist, der kann sich am 3. Oktober ein eigenes Bild von islamischem Leben in Berlin machen. Auch mitten im Ramadan beteiligen sich Moscheen unterschiedlicher Verbände und laden Besucherinnen und Besucher zu Führungen und Gesprächen über das religiöse Leben der muslimischen Berlinerinnen und Berliner.
Der Integrationsbeauftragte hofft auf rege Beteiligung, denn, so Piening: „Was könnte den Dialog zwischen Muslimen und Nichtmuslimen besser stärken als Offenheit und Transparenz?
Der Tag der Offenen Moschee bietet eine gute Gelegenheit, beispielsweise mehr zu erfahren, welchen Stellenwert das Fasten bei Muslimen hat. Wie sieht der religiöse Alltag der muslimischen Berliner und Berlinerinnen aus? Welchen Einfluss haben Moscheevereine oder auch fundamentalistische Gruppen auf das religiöse Leben? Wie engagieren sich muslimische Einrichtungen gegen Hass und Gewalt im Stadtteil?

Folgende Moscheen beteiligen sich am 3.10.2007 am „Tag der offenen Moschee“:

Kreuzberg

Mevlana Moschee e.V., Skalitzer Str.132, 10999 Berlin
Merkez Moschee e.V., Wiener Str. 12, 10999 Berlin
Abdulmecid-Moschee, Mittenwaldstr. 6, 10961 Berlin

Neukölln

Sehitlik Moschee, Columbiadamm 128, 10965 Berlin
Yeni Camii, Richardstr.112, 12043 Berlin
IKEZ, Finowstr. 27, 12051 Berlin
An-Nur Moschee, Haberstr. 3, 12057 Berlin

Wedding

Beyazid-Moschee, Lindower Str. 18, 13347 Berlin
Bilal Moschee, Drontheimer Str.16, 13359 Berlin
Haci Bayram Moschee, Koloniestr. 127-128, 13359 Berlin
IZDB, Drontheimer Str. 32 A, 13359 Berlin

Charlottenburg

Ensar Camii e.V., Spandauer Damm 40-42, 14059 Berlin

Moabit

Ayasofya Moschee e.V., Stromstr. 35, 10551 Berlin

Reinickendorf

Ahmadiyya-Moschee, Meteorstr. 52, 13405 Berlin

Steglitz

Valide Sultan Moschee, Hedwigstr. 15, 12159 Berlin

Rückfragen:
John Röhe
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