1000 neue Arbeitsplätze für Arbeitslosengeld-II-Empfänger/-innen - Förderprogramm "Stelle statt Stütze" wird weiter ausgebaut

Pressemitteilung vom 04.07.2007

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Um mehr Arbeitslosengeld-II-Empfänger/innen in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln, wird das 1997 als Modellprojekt des Landes Berlin gestartete Programm “Stelle statt Stütze” weiter ausgebaut. In diesem Jahr können bis zu 1000 Arbeitgeber/innen von klein- und mittelständischen Unternehmen Fördergelder für Einarbeitung und Qualifizierung eines neuen Mitarbeiters, einer neuen Mitarbeiterin beantragen.

Heute Morgen betonte Dr. Heidi Knake-Werner, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales wie wichtig das Programm für Berlin ist: “Unser Land unternimmt sehr viel, damit Langzeitarbeitslose wieder eine Perspektive erhalten. Im Kanon der vielfältigen Berliner Arbeitsmarktmaßnahmen spielt ‘Stelle statt Stütze’ eine wichtige Rolle. Das Programm gibt Mitarbeiter/innen und Unternehmen die notwendige Zeit für eine individuelle und arbeitsplatzbezogene Befähigung und Fortbildung. Berliner/innen mit Migrationshintergrund haben auf dem Arbeitsmarkt noch immer mit spezifischen Problemen zu kämpfen. Ihre Kompetenzen bleiben noch viel zu oft ungenutzt, weil unerkannt. Auch mit ‘Stelle statt Stütze’ können diese Handicaps zum gegenseitigen Nutzen überwunden werden. Zielgruppenorientierung und enge Zusammenarbeit mit den JobCentern sind Schlüssel für den großen Erfolg des Programmes.”

Die überwiegende Zahl der Arbeitgeber/innen, die mithilfe von “Stelle statt Stütze” ehemalige Arbeitslosgengeld-II-Empfänger/innen einstellen, sind in den Bereichen Dienstleistungen, Handel und Handwerk tätig. Aber auch die Berliner Boombranchen Gesundheits- und Kreativwirtschaft sind vertreten: Architekturbüros, Design- und Medienunternehmen, Arztpraxen wenden sich an die programmdurchführende Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung (gsub), wenn sie einen neuen Mitarbeiter oder eine neue Mitarbeiterin einstellen möchten.

Mehri Hasiri, Arbeitgeberin und Ärztin äußerte heute morgen:” ‘Stelle statt Stütze’ war genau das richtige Programm für meine neue Mitarbeiterin Nawal Z. (30)”. “Als alleinerziehende Mutter von drei Kindern und vielen Jahren zu Hause konnte ich Nawal Z. dank der monatlichen finanziellen Unterstützung einstellen und gründlich für ihre Tätigkeit in unserer kleinen Praxis einarbeiten und qualifizieren,” so Hasiri weiter.

Für Dr. Reiner Aster, Geschäftsführer der gsub mbH, bestätigt sich mit dieser positiven Einschätzung dass “Stelle statt Stütze” auch nach 10 Jahren Laufzeit am richtigen Punkt ansetzt: “Arbeitslosengeld-II-Empfänger/innen benötigen häufig wegen lange zurückliegender Berufspraxis eine längere und qualifiziertere Einarbeitung für den neuen Job. Hier setzt ‘Stelle statt Stütze’ an, indem wir die Arbeitgeber/innen für die notwendige Einarbeitung und Qualifizierung für neun Monate finanziell unterstützen. Unsere Statistik beweist: Über 70% derer, die die neunmonatige Qualifizierung und Einarbeitung erfolgreich absolviert haben, sind nach einem halben Jahr immer noch im Betrieb.”

Das Programm “Stelle statt Stütze” führt die Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub), in Zusammenarbeit mit den Berliner Job Centern durch. Ziel ist es, Arbeitslosengeld-II-Empfänger/innen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Dafür erhalten Arbeitgeber/innen einen Zuschuss für arbeitsplatzbezogene Einarbeitung und Qualifizierung von bis zu 9.000 Euro über eine Dauer von neun Monaten, wenn sie einen zusätzlichen, unbefristeten und sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz schaffen. Finanziert wird “Stelle statt Stütze” durch die Berliner JobCenter und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) über das Land Berlin, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit, und Soziales.

Pressekontakt:
Katja Runge
Redaktionsbüro “Stelle statt Stütze”
c/o runge|pr, Bergstr. 25, 10115 Berlin
Tel.: (030) 510 528 70
eMail: [[mailto: stellestattstuetze@runge-pr.de|stellestattstuetze@runge-pr.de]]
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