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Senatorin Knake-Werner zum Internationalen Tag gegen Homophobie: Berlin will Stadt der Toleranz und des gegenseitigen Respektes sein

Pressemitteilung vom 15.05.2007

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Am 17. Mai wird der Internationale Tag gegen Homophobie begangen. Er erinnert daran, dass am 17. Mai 1990 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Homosexualität von der Liste der Geisteskrankheiten strich. Auf Anregung der UNO beschloss im April 2007 das Europäische Parlament, den 17. Mai in jedem Jahr zum Tag gegen Homophobie auszurufen.

Dazu Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner, der seit kurzem auch die Landestelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung untersteht: “Die Diskriminierung von Mitgliedern unserer Gesellschaft, die offen oder verdeckt ihre Homosexualität leben, verstößt gegen Menscherechte. Hier in Berlin setzen wir auf gegenseitige Toleranz und Achtung freiheitlicher Grundwerte im Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebensweisen. Gleichgeschlechtliche Lebensweisen können in unserer Stadt offen gelebt werden.
Nicht nur im “Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle” heißt unsere Zielsetzung: Wir wollen den Schutz vor Diskriminierung durchsetzen und die Präsenz verschiedener Gruppen in unserer Gesellschaft sichtbar machen. Deren Anerkennung und die Respektierung ihres “Andersseins” sind uns wichtig.”

Die Senatorin betont, dass Homophobie und Diskriminierung aufgrund von sexueller Identität in der Hauptstadt konsequent bekämpft würden. Zwar gäbe es inzwischen das Recht auf eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften, aber es gäbe auch noch immer Opfer von Gewalt gegen Homosexuelle und deren Diskriminierung am Arbeitsplatz. Für Opfer von Homophobie und Diskriminierung finanziere der Senat verschiedene Opferhilfeeinrichtungen.

Dazu gehört auch MANEO, Deutschlands bekanntestes schwules Anti-Gewalt-Projekt.
Die MANEO-Toleranzkampagne fördert die notwendige Aufklärungsarbeit über Homophobie und Gewalt in der Öffentlichkeit. MANEO berät über 300 schwule und bisexuelle Gewaltopfer im Jahr und dokumentiert die Fälle sehr ausführlich. Aus einer Umfrage von 24.000 schwulen und bisexuellen Jugendlichen und Männern ging hervor, dass rund ein Drittel von ihnen in den vergangenen zwölf Monaten Gewalterfahrungen machen mussten. “Jeder Fall ist ein Fall zuviel. Dagegen vorzugehen ist eine Forderung an alle Demokraten”, so Knake-Werner.

Rückfragen:
Karin Rietz
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