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Knake-Werner: Spezifische Kompetenz von Migrantinnen und Migranten besser nutzen

Pressemitteilung vom 14.05.2007

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

In Berlin beginnt heute eine zweitägige Fachtagung zur systematischen Kompetenzerfassung von Migrantinnen und Migranten. Organisiert wurde sie durch die bag arbeit e.V., einem bundesweiten Dachverband der Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger sowie Träger des Projektes “Kompetenz-Entwicklungs-System-KES”.

Zu Beginn der Tagung erklärt Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner: “Menschen aus einem anderen Kulturkreis bringen häufig einen wertvollen Erfahrungsschatz mit, der uns nicht bekannt und nicht bewusst ist. Sie besitzen vielschichtige Kompetenzen, die sie in ihrem Kulturkreis, in Deutschland während ihrer Migration erworben haben. Trotzdem endet ihre Erwerbstätigkeit oft in einer Sackgasse, weil sie ihre Fähigkeiten und Erfahrungen sowie Qualifikationen in Deutschland nicht einbringen können. Viele ihrer fachlichen und sozialen Kompetenzen werden als solche nicht erkannt und das erschwert die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Noch immer beträgt die Arbeitslosenquote unter ihnen über 40 %. Für unser Gemeinwesen ist das ein großer und nicht nur materieller Verlust. Der Fundus vorhandener, aber versteckter Kompetenzen muss genutzt werden, zum gegenseitigen Vorteil.”

Es wird geschätzt, dass mehr als zwei Drittel aller berufsrelevanten Kompetenzen außerhalb von Bildungsinstitutionen erworben werden. Daher braucht es Instrumentarien, mit denen diese analysiert und erfasst und so wichtige Beiträge für die berufliche (Re-) Integration von Migrantinnen und Migranten geleistet werden können.

Das Land Berlin, so Integrations- und Arbeitssenatorin Knake-Werner, sei sich seiner besonderen Verantwortung für die hier lebenden Migrantinnen und Migranten bewusst. So führe ihre Senatsverwaltung unterschiedliche Maßnahmen und Projekte für Erwachsene und Jugendliche mit Migrationshintergrund durch, um ihnen den Zugang sowie die Teilhabe am Erwerbsleben zu erleichtern und sie zu begleiten. Dabei arbeite sie eng mit den Arbeitsagenturen, den Job-Centern, der IHK, der Handwerkskammer sowie den Migrantenorganisationen zusammen.

Zum Beispiel habe das im vergangenen Jahr gestartete Programm “Ausbildung in Sicht”, das Sprachtraining mit gezielter Berufsvorbereitung verbinde, bisher 64 Maßnahmen mit 1.166 Teilnehmer/innen durchgeführt. Die wachsende Wirtschaftskraft von Betrieben ausländischer Unternehmer solle verstärkt zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze genutzt werden.

Rückfragen:
Karin Rietz
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