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Gründungsfest der Stiftung ÜBERBÜCKEN: Senatorin Knake-Werner begrüßt deren Engagement für Flüchtlinge

Pressemitteilung vom 08.05.2007

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

In der Berliner Heilig Kreuz Kirche wird heute mit einem Gründungsfest die Stiftung ÜBERBRÜCKEN ins Leben gerufen. In ihrem Grußwort würdigt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner das Anliegen und das Engagement der Stiftung für Menschen jeglicher Herkunft aus früheren und gegenwärtigen Kriegsgebieten:

“Nicht Jeder oder Jede schafft es, die eigenen schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten, ohne aus dem psychischen Gleichgewicht zu geraten, ohne schwere Schäden an Seele und auch Körper davon zu tragen. Heute wissen wir, wie wichtig eine professionelle posttraumatische Hilfe sein kann. Eine Hilfe, die viele, die durch den Krieg Nazideutschlands in die Flucht getrieben wurden, nicht hatten.

Aber zum Glück hat ein Sinneswandel stattgefunden. Psychologische Betreuung von Kriegsopfern und Flüchtlingen wird heute nicht mehr belächelt. Inzwischen ist allgemein anerkannt, dass eine intensive psychologische Hilfe nicht allein dem traumatisierten Betroffenen nützt, sondern allen zu Gute kommt, wenn die zerstörerischen Nachwirkungen der Traumatisierung in Aggressionen umschlagen, in Aggressionen gegen sich und andere.

Der Berliner Senat hat dem seit 2005 Rechnung getragen und traumatisierten Flüchtlingen aus dem Kosovo und Bosnien Aufenthaltsmöglichkeiten durch Erteilung von Aufenthaltstiteln aus humanitären Gründen eröffnet, auch wenn der Krieg in der Heimat längst vorbei ist.”

Ein gesicherter Aufenthalt sei wichtig, weil er die Voraussetzung für weitere Hilfen sei, betont Senatorin Knake-Werner. Sie wünscht der Stiftung ÜBERBRÜCKEN, dass sich viele weitere Unterstützerinnen und Unterstützer diesem wichtigen Anliegen anschließen.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 9028 2743
E-Mail: pressestelle@senias.verwalt-berlin.de