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Berlin auf dem Weg zur barrierefreien Stadt

Pressemitteilung vom 04.05.2007

Erklärung des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung zum 5. Mai, dem europaweiten Protesttag für Gleichstellung und gegen Diskriminierung der Menschen mit Behinderung im Jahr der Chancengleichheit für alle 2007:

Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung Martin Marquard fordert anlässlich des europaweiten Protesttages der Menschen mit Behinderung für Gleichstellung und gegen Diskriminierung, der traditionell am Europatag, dem 5. Mai, begangen wird, dazu auf, noch mehr Anstrengungen zu unternehmen, Berlin zu einer barrierefreien Stadt zu entwickeln. Im Jahr der Chancengleichheit für alle 2007 jährt sich die Verabschiedung der „Leitlinien zum Ausbau Berlins als behindertengerechte Stadt“ zum fünfzehntenmal. Dieses Dokument, das unter maßgeblicher Mitwirkung von behinderten Menschen und ihren Organisationen verfasst und am 15. September 1992 vom Senat beschlossen wurde, hat das Stadtbild Berlins entscheidend verändert.

Barrierefreiheit nicht nur bei Gebäuden und Verkehrsmitteln, sondern auch im Bildungswesen, in der Kultur, im Bereich von Information und Medien oder in der Freizeit nutzt nicht nur behinderten, sondern allen Menschen und entwickelt sich zu einem gesellschaftlichen Qualitätsmerkmal.

Einen zentralen Platz in der Arbeit des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung nimmt deshalb auch die von ihm 2004 initiierte Aktion „Berlin barrierefrei“ ein. Geschäfte, Gaststätten, Hotels, Verwaltungsgebäude, Museen, Theater, Bahnhöfe usw., die verbindlich festgelegte Mindestkriterien von Barrierefreiheit erfüllen, werden mit einem augenfälligen Signet gekennzeichnet. Ein schwarz umrandeter weißer Pfeil auf gelbem Grund, der mit seiner Spitze auf den Schriftzug „Berlin barrierefrei“ gerichtet ist, symbolisiert einen Wegweiser zur barrierefreien Stadt.

Auf einem in der vergangenen Woche durchgeführten Jahresplenum „Berlin barrierefrei“, an dem mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Handwerk, Handel und Tourismus sowie aus Verbänden und Initiativen von Menschen mit Behinderung teilnahmen, wurde Bilanz gezogen: 170 Signets sind bisher vergeben worden. Alle, die ein Geschäft, eine Gaststätte, ein Hotel oder andere Einrichtungen mit Publikumsverkehr betreiben und meinen, dass sie die Mindestkriterien der Aktion „Berlin barrierefrei“ erfüllen, können sich um ein Signet bewerben. Näheres unter [[http://www.berlin-barrierefrei.de|www.berlin-barrierefrei.de]].

Martin Marquard erklärt dazu: „Barrierefreiheit im Sinne des Prinzips „Design for all“ ist weit mehr als nur Behindertengerechtigkeit, denn sie nutzt allen Menschen. Das Signet „Berlin barrierefrei“ dient den Menschen mit Behinderung zur besseren Orientierung, den Gewerbetreibenden zur Werbung neuer Kundenkreise, der Stadt und dem Land Berlin als Markenzeichen für Lebensqualität und Gastfreundschaft.

(Das Signet kann von der Website [[http://www.berlin-barrierefrei.de|www.berlin-barrierefrei.de]] herunter geladen werden.)

Rückfragen:
Martin Marquard
Telefon: 9028 2917
E-Mail: lfb@senias.verwalt-berlin.de