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Neueröffnete Bildungs- und Begegnungsstätte der Spastikerhilfe Berlin e. V. in der Charlottenburger Kranzallee erhält das Signet „Berlin-barrierefrei“

Pressemitteilung vom 02.04.2007

Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung hat dem Rosemarie-Reichwein-Haus das BARRIEREFREI-GÜTESIEGEL vergeben.

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Rosemarie-Reichwein-Hauses ist im Beisein der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Frau Dr. Knake-Werner, der Charlottenburg-Wilmersdorfer Bezirksbürgermeisterin, Frau Thiemen, und des Sohnes von Rosemarie Reichwein, Herrn Prof. Dr. Reichwein, durch den zuständigen Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Hartwig Eisel, das Signet „Berlin-barrierefrei“ übergeben worden.

Bei der Vergabe betonte der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Martin Marquard: „Auch ich freue mich sehr, dass wir heute dieses schöne Gebäude einer europäischen Tagungsstätte, die Bildungs- und Begegnungsstätte Rosemarie Reichwein für Menschen mit schweren Körper- und Mehrfachbehinderungen, feierlich einweihen können. Das Rosemarie-Reichwein-Haus in Berlin – Symbol für Selbstbestimmung, Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe auch gerade schwerstbehinderter Menschen und zugleich Ort der Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung!
Wir entsprechen damit dem Ziel einer barrierefreie Gesellschaft, in der sich alle Menschen gleichermaßen frei und unbehindert bewegen und entfalten können, und wir sprechen dabei von Barrierefreiheit in einem umfassenden, ganzheitlichen Sinne – in dreierlei Hinsicht:
1. Barrierefreiheit für alle Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen: Nicht mehr hauptsächlich nur für Rollstuhlfahrer/innen, sondern ebenso für sinnesbehinderte, kleinwüchsige, psychisch oder geistig behinderte und chronisch kranke Menschen.
2. Barrierefreiheit in allen gestalteten Lebensbereichen: Nicht mehr hauptsächlich nur im baulichen und verkehrlichen Bereich – also in Bezug auf Stufen, Treppen oder den Zugang zu Verkehrsmitteln, sondern ebenso im Bereich der Kommunikation, Information und Medien, in Kultur und Bildung, auf dem Arbeitsmarkt, im Gesundheitswesen oder im Freizeitbereich.
Und 3. Barrierefreiheit im Sinne des Prinzips „Design for all“ – Barrierefreiheit, die allen Menschen von Nutzen ist und damit weit mehr bedeutet als nur Behindertengerechtigkeit: nämlich ein gesellschaftliches Qualitätsmerkmal, das sich mehr und mehr durchsetzt und für unser Leben ganz allgemein immer stärkere Bedeutung gewinnt.

Berlin ist mit diesem in dreifacher Hinsicht barrierefreien Haus auf dem Weg zu einer barrierefreien Stadt vorangekommen, und wir wollen – daran arbeiten wir – Barrierefreiheit zu einem Markenzeichen Berlins machen.

Bei der Grundsteinlegung Anfang November 2005 habe ich Herrn Pieda als Bauherrn schon einmal symbolisch unser Signet „Berlin barrierefrei“ überreicht – ein kleines gelbes Schildchen, ähnlich einem Wegweiser an einer Straßenkreuzung, mit einem Pfeil, der auf den Schriftzug „Berlin barrierefrei“ gerichtet ist. Verbunden habe ich damit meinen Wunsch, dass hier etwas richtig Gutes und Modellhaftes im Sinne der Barrierefreiheit geschaffen wird. Das ist – denke ich – gelungen und ich freue mich, dass wir der Rosemarie Reichwein Bildungs- und Begegnungsstätte heute dieses Signet tatsächlich verleihen können.“

Rückfragen:
Martin Marquard
Telefon: 9028-2917
E-Mail: lfb@senias.verwalt-berlin.de