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Erstes Barrierefrei-Gütesiegel in Friedrichshain-Kreuzberg vergeben

Pressemitteilung vom 01.03.2007

Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung hat heute das 1. BARRIEREFREI-GÜTESIEGEL IN FRIEDRICHSHAIN-KREUZBERG VERGEBEN
- ENOTECA BACCO am Marheinekeplatz erhielt das Signet „Berlin-barrierefrei“

Im Rahmen des EU-Projektes „Barrierefreies Einkaufen in Friedrichshain-Kreuzberg“ ist am Donnerstag die Enoteca Bacco als erstes Geschäft im Bezirk mit dem „Berlin-barrierefrei“-Signet ausgezeichnet worden.
Bei der Vergabe betonte Wirtschaftsstadtrat Dr. Peter Beckers: „Die Würdigung des Engagements des Inhabers der Enoteca Bacco soll andere Gewerbetreibende motivieren, ihr Geschäft ebenfalls barrierefrei einzurichten. Soziale und wirtschaftliche Interessen geben sich hier die Hand.“

Die Enoteca Bacco, ein 65 Quadratmeter großes Weinlokal, Café und Bistro, ist in vollem Umfang auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung eingerichtet. Über eine Rampe und einen niedrig angebrachten Türgriff können Rollifahrer mühelos in den Laden gelangen. Im Innern machen die behindertengerechte Toilette, breite Türen und ausreichend breite Fahrwege den Aufenthalt möglich.

Schon zur Eröffnung 1999 war das Lokal am Marheinekeplatz barrierefrei eingerichtet worden. Spätere Umbauten waren somit nicht notwendig. Doch für Inhaber Helmut Hahne ist Barrierefreiheit mehr als bauliche Vorgaben zu erfüllen. „Barrierefreiheit heißt auch, im Kopf barrierefrei zu sein – also vorurteilsfrei und weltoffen“ sagte er. „Deshalb freue ich mich auch im Namen meiner Mitarbeiter über das Gütesiegel, denn das zeigt uns, dass unser Verhalten Anerkennung findet.“

Mehrere Stammkunden der Enoteca Bacco sind laut Helmut Hahne auf Rollstühle angewiesen. „Im Sommer kommen viele Gäste in Rollstühlen, die es sich draußen an den Biertischen bequem machen und sich freuen, nicht ausgegrenzt zu werden.“

Weitere Signets „Berlin barrierefrei“ sollen in den nächsten Monaten in Friedrichshain-Kreuzberg vergeben werden. Das Gütesiegel wird deutlich sichtbar ins Schaufenster oder auf die Eingangstür geklebt, außerdem erhalten die Gewerbetreibenden eine Urkunde.

Das durch die Europäische Union mit 85.000 Euro geförderte Projekt „Barrierefreies Einkaufen in Friedrichshain-Kreuzberg“ wurde am 01. Oktober 2006 gestartet und endet am
30. September 2007.

Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung fordert alle an der Barrierefreiheit in den Köpfen und Gebäuden interessierten Berlinerinnen und Berliner auf, den lohnenswerten Weg in den Bergmann-Kiez bald zu wählen.

Rückfragen:
Wolfgang Sparing
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E-Mail: lfb@senias.verwalt-berlin.de