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Runder Tisch mit Berliner Unternehmern zur Umsetzung der Bleiberechtsregelung

Pressemitteilung vom 28.02.2007

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner, der Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen Harald Wolf und der Beauftragte für Integration und Migration des Berliner Senats Günter Piening haben für morgen Nachmittag renommierte Unternehmen des Berliner Arbeitsmarktes zu einem Runden Tisch eingeladen, um mit ihnen die Umsetzung der Bleiberechtsregelung in der Praxis zu besprechen.

Hintergrund ist die im November 2006 von der Konferenz der Innenminister beschlossene Bleiberechtsregelung. Diese Regelung ermöglicht geduldeten Flüchtlingen, die seit vielen Jahren in Deutschland leben, eine befristete Aufenthaltserlaubnis zu beantragen. Voraussetzung ist, dass sie bereits Arbeit haben bzw. dass ein verbindliches Arbeitsplatzangebot eines Arbeitgebers vorliegt, womit der Lebensunterhalt bestritten werden kann. Die sonst vorgeschriebene Vorrangprüfung für diesen Personenkreis entfällt dann. Der Zeitraum, in dem sich die Betreffenden einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz suchen müssen, ist jedoch äußerst kurz bemessen. Nur bis zum 1.10.2007 gilt der Abschiebestopp für diese Flüchtlinge. Bereits Anfang Februar hatte die Senatsverwaltung mit Unterstützung der Kammern den Unternehmen Informationsmaterial zur Verfügung gestellt und ins Internet gestellt (download unter: [[/lb/intmig/veroeffentlichungen/rechtsfragen/index.php|http://www.berlin.de/lb/intmig/publikationen/recht/index.html]]).

Mit der morgigen Gesprächsrunde wollen die Einladenden die Unternehmer direkt informieren und für Integration durch Erwerbsarbeit werben. Denn für die Berliner Unternehmen und Betriebe kann die Bleiberechtsregelung eine Gruppe von Menschen erschließen, die hoch motiviert und oft mehrsprachig versiert sind sowie über vielfältige interkulturelle Kompetenzen verfügen. Vor allem im Dienstleistungssektor sind diese Fähigkeiten von zunehmender Bedeutung.

Senatorin Dr. Knake-Werner wird darüber hinaus auch für die erfolgreiche Berliner ESF-geförderte Entwicklungspartnerschaft bridge werben. Diese qualifiziert junge Flüchtlinge, die teilweise unter die Bleiberechtsregelung fallen, in Ausbildungsmodulen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Für einige der Teilnehmer sucht das bridge-Programm noch Praktikumsplätze, um den jungen Menschen wichtige Einblicke in den Arbeitsalltag zu gewähren, aber auch den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, potentielle Mitarbeiter mit Migrationshintergrund kennenzulernen. Die Entwicklungspartnerschaft bridge läuft seit Juni 2005 und wird in Berlin federführend vom Büro des Integrationsbeauftragten gesteuert.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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