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Arbeitsmarktbelebung muss auch für Schwerbehinderte und Migranten spürbar werden

Pressemitteilung vom 28.02.2007

Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten:

Im Februar 2007 waren 277.523 Berlinerinnen und Berliner arbeitslos gemeldet. Damit ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat leicht gesunken und gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Im Februar 2007 waren in der Stadt 1.404 Menschen weniger arbeitslos als im Januar und 36.122 weniger als im Februar 2006. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkt auf 16,5 Prozent und lag um 2,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Angesichts der insgesamt erfreulichen Belebung auch auf dem Berliner Arbeitsmarkt erklärt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner: “Leider ist jedoch ein Trend ungebrochen: Der Anteil der schwerbehinderten Menschen an den Arbeitslosen bleibt bei ca. 4 Prozent konstant. Im Gegensatz zu allen anderen Gruppen gibt es bei ihnen seit Monaten eine leichte absolute und prozentuale Steigerung der Arbeitslosigkeit. Immer mehr von ihnen müssen aufgrund länger andauernder Arbeitslosigkeit Arbeitslosengeld II beziehen. Die klassischen Arbeitsmarktinstrumente sind für Menschen mit Behinderungen augenscheinlich nicht ausreichend. Sie bedürfen einerseits einer spezialisierten Förderung und besonders geschulter Ansprechpartner vor allem in den JobCentern. Andererseits aber auch integrationswilliger Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes, die ihnen die Chance geben, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Praktische Unterstützung können dabei vom Integrationsfachdienst beim Landesamt für Gesundheit und Soziales vermittelte Berufspraktika leisten.

Nach wie vor sind ca. 40 Prozent der Berlinerinnen und Berliner ohne deutschen Pass arbeitslos gemeldet. Das sind 20 Prozent aller Arbeitslosen. An diesen Zahlen wird deutlich, dass es auch hier noch erheblicher Integrationsanstrengungen bedarf. Unser besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Jugendlichen, denen mit gezielten Ausbildungsangeboten der Weg in eine eigenständige Existenzsicherung geebnet werden soll.”

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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