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Migranten brauchen mehr Unterstützung beim "Älter werden in der Fremde"

Pressemitteilung vom 02.02.2007

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Für zugewanderte Menschen ist das älter werden besonders schwer: fern der ursprünglichen Heimat, der vertrauten Kultur und oft nicht mehr nah genug der Familie. Sie brauchen Unterstützung durch die Einrichtungen der Altenhilfe, die Hürden zu deren Zugang sind aber für Menschen mit Migrationshintergrund immer noch sehr hoch. Die Einrichtungen der Altenpflege müssen sich intensiver als bisher mit den unterschiedlichen Erwartungen und Ansprüchen dieser immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe an Hilfe und Versorgung und ihrer konkreten Lebenswelt beschäftigen.

Erste Schritte sind in Berlin bereits gegangen, um den Bedürfnissen älterer Migrantinnen und Migranten in Zukunft besser gerecht zu werden. 1999 wurde das von der Senatsverwaltung geförderte Kooperationsprojekt „Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe“ des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e.V. und der Arbeiterwohlfahrt Friedrichshain-Kreuzberg e.V. ins Leben gerufen. Heute findet ein von dem engagierten Projekt organisiertes Fachgespräch statt, um dem Prozess der interkulturellen Öffnung der Altenpflege neue Impulse zu geben und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachbereiche auszubauen.

Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner betont zur Eröffnung der Fachtagung, dass die Zahl der pflegebedürftigen Migrantinnen und Migranten in den nächsten Jahren deutlich steigen werde. “Sie sind Altersrisiken in besonderem Maße ausgesetzt und müssen im System der Altenhilfe ein wesentlich stärkeres Gewicht erhalten. Daraus erwachsen neue Anforderungen an die Akteure im Altenhilfebereich, denn wir brauchen soviel Regelversorgung wie möglich auch für Migrantinnen und Migranten.”

Das Projekt hat zudem eine ausführliche Handreichung zur interkulturellen Öffnung in der Altenhilfe entwickelt. Der 2. Teil “Barrieren des Zugangs und der Inanspruchnahme der Altenhilfe” wird heute im Rahmen des Fachgesprächs vorgestellt. Er richtet sich sowohl an die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen als auch direkt an die Betroffenen. Die Themen reichen von ausländer- und rentenrechtlichen Bestimmungen über Informationen über Gesundheitsförderung und Pflegeversicherung bis hin zu Wohnformen im Alter.

Beide Teile der Handreichung sind im Internet herunterzuladen unter:

[[http://www.dicvberlin.caritas.de/18902.asp|http://www.dicvberlin.caritas.de/18902.asp]]

Rückfragen:
Regina Kneiding
Telefon: 9028-2743
E-Mail: pressestelle@senias.verwalt-berlin.de