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Knake-Werner zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten: Erfreulicher Arbeitsmarkttrend – Langzeitarbeitslose brauchen dennoch zusätzliche Angebote

Pressemitteilung vom 31.01.2007

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Im Januar 2007 waren 278.927 Berlinerinnen und Berliner arbeitslos gemeldet. Damit ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat zwar leicht gestiegen, gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich zurückgegangen. Im Januar 2007 waren in der Stadt 9.466 mehr Menschen arbeitslos als im Dezember und 33.269 weniger als im Januar 2006. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozentpunkte auf 16,6 Prozent und lag um 2,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist deutlich geringer als sonst in dieser Jahreszeit üblich.

Die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner ist trotz des leichten – saisonal bedingten – Anstiegs sehr froh über die anhaltend positive Entwicklung auf dem Berliner Arbeitsmarkt. Sie erklärt: “Der wirtschaftliche Aufschwung in der Region allein wird aber nicht ausreichen, den seit vielen Jahren vom Arbeitsprozess ausgeschlossenen Menschen wieder eine dauerhafte Perspektive zu bieten. Deshalb werbe ich derzeit in vielen Gesprächen mit Wirtschaftsverbänden, Wohlfahrtsorganisationen, Arbeitsmarktpolitikern und freien Trägern um Unterstützung für einen neuen Weg der Förderung Langzeitarbeitsloser durch eine neuartige öffentliche Beschäftigung im gemeinnützigen Sektor mit Existenz sicherndem Einkommen.”

Ermutigend sei dabei auch die erste Bilanz des vom Senat und dem Jobcenter finanzierten Modellprojektes beim Frauenzentrum ‘Paula Panke’ in Pankow, das seit wenigen Monaten Kinderbetreuung zu Hause anbietet. Für immer mehr Frauen und auch Männer reichen die normalen Kita-Öffnungszeiten nicht aus, um Beruf und Kindererziehung miteinander zu vereinbaren. 15 bislang langzeitarbeitslose Frauen haben über dieses Projekt nun einen sinnvollen und interessanten Arbeitsplatz, 81 Kinder in 62 Familien ordentliche und verlässliche Kinderbetreuung. Für etliche Mütter habe erst diese flexible Betreuung den Weg in die eigene Berufstätigkeit oder in die Existenz sichernde Vollzeitbeschäftigung geebnet.

“Deshalb”, so Arbeitssenatorin Dr. Knake-Werner, “werde ich mich auch weiterhin dafür stark machen, dass die zur Verfügung stehenden Fördermittel für Langzeitarbeitslose gesellschaftlich sinnvoll eingesetzt werden. Es kann nicht angehen, dass allein der Ausschöpfungsgrad der Mittel zum Maßstab des Erfolges wird. Wichtig ist hingegen, dass vom Arbeitsmarkt Ausgegrenzte neuen Mut und neue Perspektiven für ihr Leben finden.”

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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