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Hoff: Verbot von Flatrate-Parties ist keine Lösung

Pressemitteilung vom 30.03.2007

Der Tod eines 16-jährigen Berliner Gymnasiasten, der gestern an den Folgen einer schweren Alkoholvergiftung starb, verdeutlicht auf tragische Weise die Gefahren des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen. Wenig zielführend sind in diesem Zusammenhang jedoch Forderungen nach einem Verbot der sogenannten Flatrate-Parties.

„Weitere gesetzliche Verbote sind kein adäquates Mittel gegen den übermäßigen Alkoholkonsum von Jugendlichen. Es geht vielmehr darum, die bestehenden Gesetze konsequent anzuwenden,“ bekräftigt Staatssekretär Dr. Benjamin-Immanuel Hoff die Position der Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Katrin Lompscher.

Übermäßiger Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist ein gesellschaftliches Problem, das einer gesellschaftlichen Lösung bedarf. Die Erfahrung zeigt, dass staatliche Verbote alleine noch nicht zu einem Bewusstseinswandel führen. Im Vordergrund stehen daher Aufklärung, Prävention und Beratung, um Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu vermitteln. Es geht darum, Jugendschutz ernst zu nehmen. Dazu gehört auch, dass Erwachsene ihre Verantwortung wahrnehmen: Gaststättenbetreiber, Diskothekenbesitzer und Verkaufspersonal ebenso wie Lehrer und Eltern.

Vor diesem Hintergrund ist die Forderung nach einem Verbot von Flatrate-Parties eine politische Beruhigungspille, die kein Problem löst.

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Franziska Törring
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