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Wissen schafft Berlins Zukunft

Pressemitteilung vom 16.04.2007

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Berlins Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner (SPD) hat in einer grundlegenden Rede die Eckpunkte seiner Wissenschaftspolitik für die Hauptstadt in dieser Legislaturperiode skizziert. „Wissen schafft Berlins Zukunft“, sagte Zöllner am Montag bei der offiziellen Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus der Freien Universität. Der Fortschritt der Wissenschaft bestimme schon heute unser Leben und werde es in Zukunft noch sehr viel stärker tun. Hierin liege auch Berlins einzige wirkliche Chance.
„Berlin muss das Zentrum der Wissenschaft im zusammenwachsenden Europa werden“, forderte der Senator. Die Voraussetzungen dafür seien in der einzigartig reichen For-schungslandschaft mit ihren Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen gut. Diese sei schon heute die inhaltlich stärkste Forschungsregion Deutschlands.
Um diese Entwicklung voranzubringen, kündigte Zöllner Initiativen vorrangig in sechs Bereichen an. Investitionen in Bildung und Forschung dürften nicht länger als Konsumausgaben angesehen und so diskriminiert werden. Nur wenn sie auch als Investitionen eingestuft würden, sei es möglich, die nötigen zusätzlichen Mittel für Bildung und Forschung zu bekommen. Dieses Thema habe die Kommission zur Föderalismusreform jetzt in ihren Aufgabenkatalog aufgenommen. Außerdem müsse das System der Hochschulfinanzierung verändert werden.
„Wir brauchen eine Ausbildungsoffensive an den Berliner Hochschulen, qualitativ und quantitativ“, erläuterte der Wissenschaftssenator weiter. Mehr und besser ausgebildete Hochschulabsolventen müssten ein Ergebnis der Wissenschaftsstadt Berlin sein. „Das ist der eigentliche ökonomische Standortvorteil. Ohne sie ist der Nobelpreisträger nur ein Ausstellungsstück – die breite Basis ist eine Kraftquelle der Zukunft.“
„Wir brauchen eine gemeinsame, international identifizierbare, handlungsfähige Struktur für die absoluten Exzellenzfelder aller Berliner Wissenschaftseinrichtungen“, so Zöllner zu einem weiteren Kernpunkt. Nur wenn dies gelinge, habe Deutschland eine Chance, sich mit Stanford oder Harvard auf Augenhöhe zu begegnen. Gleichzeitig müssten die einzelnen Einrichtungen – Universitäten wie Forschungseinrichtungen – in ihrem Beitrag identifizierbar bleiben. Zudem kündigte Zöllner spezielle Rahmenbedingungen für internationale Spitzenforschung an, damit unter anderem diejenigen, die mit ihren Vorhaben erfolgreich aus der Exzellenzinitiative hergehen werden, die sich daraus ergebenden Möglichkeiten voll ausschöpfen könnten. So sei es für solche Forschungszusammenhänge notwendig, weltweit gezielt und schnell die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ein bestimmtes Feld auszuwählen. Entsprechende Vorschläge werde der Wissenschaftssenator so vorlegen, dass sie im Jahr 2008 greifen könnten.
Rede unter: www.berlin.de/sen/wissenschaft/politik/index.html

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