Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Vereinbarung zum Hochschulpakt unterzeichnet

Pressemitteilung vom 29.03.2007

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Wissenschaftssenator Prof. Dr. Jürgen E. Zöllner sowie die Präsidenten und Rektoren der Berliner Universitäten und Fachhochschulen einschließlich der beiden kirchlichen Fachhochschulen haben am 28. März 2007 in Berlin eine Vereinbarung zur Durchführung des Hochschulpakts 2020 unterzeichnet.

Die Regierungschefs von Bund und Ländern hatten sich im Dezember 2006 darauf geeinigt, dass in der Zeit von 2007 bis 2010 in Deutschland rund 91.000 zusätzliche Studiermöglichkeiten geschaffen werden. Berlin hat sich mit dem Pakt verpflichtet, im Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2010 eine jährliche Studienanfängerzahl von 19.500 im ersten Hochschulsemester zu halten. Dies trägt auch der Tatsache Rechnung, dass Berlin seit jeher weit über den eigenen Bedarf hinaus ausbildet und die Universitäten bis 2009 einen Beitrag zur Konsolidierung des Landeshaushalts leisten.

Senator Zöllner: „Der Hochschulpakt erkennt an, dass Berlin regelmäßig deutlich über den eigenen Bedarf hinaus ausbildet. Mit der heutigen Vereinbarung leisten wir unseren Beitrag zur Bewältigung der nationalen Herausforderung, der steigenden Zahl von Studienberechtigten zusätzliche Ausbildungschancen anzubieten. Dafür möchte ich den Hochschulen danken. Ich bin sicher, dass bei der Attraktivität des Studienorts Berlin dieses Angebot auch angenommen wird. Außerdem bietet der Hochschulpakt Anreize für die Hochschulen, mehr zu tun, als heute vereinbart, da Mehrleistungen nach 2010 verrechnet und dann zu Mehreinnahmen führen werden.“

Mit den Vereinbarungen vom 28. März 2007 verpflichten sich die Hochschulen, ihren rechnerischen Anteil an den 19.500 Studienanfängern pro Jahr zu halten. Berlin wird hierfür vereinbarungsgemäß einen Anteil von 4 % der vom Bund bereitgestellten Mittel erhalten. Der Schwerpunkt der zusätzlichen Anstrengungen liegt dabei im Fachhochschulbereich. Berlin wird in das Verfahren auch den mit den Hochschulen vertraglich vereinbarten Fachhochschulstrukturfonds einbeziehen, der den Fachhochschulen eine langfristige Ausbauperspektive eröffnet.

Vereinbarungsgemäß werden die Länder ihre Planung zum Pakt 2020 zum 31. März 2007 an die BLK melden. Die Vereinbarung mit den Hochschulen vom 28. März 2007 soll die Durchführung der Berliner Verpflichtungen sicher stellen.

Die Verwaltungsvereinbarung zum Pakt wird gegenwärtig zwischen dem Bund und den Ländern verhandelt und soll am 14. Juni 2007 von den Regierungschefs von Bund und Ländern beschlossen werden. Für die Bereitstellung der 19.500 Studierchancen in Berlin beteiligt sich der Bund mit rd. 22 Millionen Euro, die den Berliner Hochschulen über eine leistungsbezogene Grundfinanzierung und ein studien- und lehrbezogenes Programm zur Verfügung gestellt werden, das in den nächsten Wochen entwickelt wird.

Rückfragen:
Pressesprecher
Telefon: 9026 5843
E-Mail: pressestelle@senbwf.verwalt-berlin.de