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Tafel der Geschichtsmeile Berliner Mauer erinnert an die wechselvolle Vergangenheit der Torstraße

Pressemitteilung vom 16.04.2007

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt gemeinsam mit der Senatskanzlei Berlin – Kulturelle Angelegenheiten – und dem Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V. zur Einweihung der Sondertafel „Torstraße 1“ der Geschichtsmeile Berliner Mauer am ehemaligen Kreditkaufhaus Jonas/„Haus der Einheit“ ein. Die Enthüllung der Tafel findet am Mittwoch, den 18. April 2007, um
11 Uhr vor dem Haupteingang der Torstraße 1 in 10119 Berlin statt.

Kulturstaatssekretär André Schmitz und Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Aufarbeitung, werden die Gedenktafel gemeinsam einweihen. Die gläserne Stele erinnert in deutscher, englischer, französischer und russischer Sprache an die wechselvolle Geschichte des 1928-29 errichteten Hauses. Konzipiert wurde der Bau als Warenhaus, doch das „Kreditkaufhaus Jonas“ wurde im Zuge der s.g. „Arisierung“ der Nationalsozialisten enteignet, die Eigentümerfamilien verfolgt und in die Emigration gezwungen. Während der NS-Diktatur wurde das Haus zum Bürogebäude umfunktioniert und vom „Reichsjugendführer der NSDAP“ beansprucht.
1946 wurde es zum ersten Sitz der Parteiführung der SED und zum Machtzentrum der frühen DDR. Aus den Büros im „Haus der Einheit“ wurden innerparteiliche „Säuberungen“ und politisch begründete Todesurteile gegen Regimegegner angeordnet und Stalins „beschleunigter Aufbau des Sozialismus“ vorbereitet.
Ab 1956 nutze das Geschichtsinstitut des ZK der SED das Haus.

Für weitere Informationen steht Ihnen Dietrich Wolf Fenner in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gerne zur Verfügung. Tel.: 030 2324-7225.

Rückfragen:
Dr. Konrad Schmidt-Werthern
Telefon: 90 228 251
E-Mail: konrad.schmidt-werthern@senwfk.verwalt-berlin.de