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Strategische Planung und Maßnahmen zur Stärkung der City West beschlossen

Pressemitteilung vom 08.05.2007

Aus der Sitzung des Senats am 8. Mai 2007:

Auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, hat der Senat beschlossen, die City West, ausgehend von dem seit 1999 gültigen Planwerk Innenstadt, weiterzuentwickeln. Für diesen Bereich wird eine Lenkungsgruppe als Steuerungsgremium eingesetzt, die unter Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung kooperativ mit den betroffenen Bezirksämtern die notwendigen Planungen in die Wege leitet.

Darüber hinaus hat der Senat beschlossen, für die Entwicklung der City West Leitlinien aufzustellen. Unter Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird ein Prozess begonnen, in dem sich die City West den neuen Herausforderungen stellt: Ein von öffentlichen und privaten Akteuren, z.B. den Grundeigentümern vor Ort, getragenes Entwicklungskonzept bzw. Leitbild soll helfen, die City West zu profilieren. Es soll eine gemeinsame Vision erarbeitet und formuliert werden.

In der Lenkungsgruppe wird die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zusammen mit den zuständigen Bezirken die städtebaulichen Ziele festlegen und eine operativ tätige Projektgruppe einrichten. Die Projektgruppe definiert für einzelne Maßnahmen die Planungserfordernisse und begleitet die planerische Umsetzung. Für Teilbereiche werden städtebauliche Studien erarbeitet und in einem abgestimmten Gesamtkonzept zusammengeführt. Damit wird das Planwerk Innenstadt in diesem Bereich aktualisiert.

Senatorin Junge-Reyer: „Die City West verfügt über die urbanen Qualitäten einer europäischen Metropole. Hier kristallisiert sich, was Berlin attraktiv macht: beste Infrastruktur, lebendige Wohnviertel sowie Konsum und Amüsement auf internationalem Niveau. Die City West ist als einer der beiden großen Zentrumsbereiche der Stadt ein wesentlicher Imagefaktor für die überregionale Attraktivität und Bedeutung der Metropole Berlin. Die Potenziale der City West als Einkaufsstandort, als Ort touristischen Interesses, als Standort für Bildung, Kultur, Wissenschaft und Büronutzungen sowie als herausgehobener Wohnstandort sollen weiter gestärkt werden. Die vorhandene historisch geprägte typische Struktur der Nutzungsmischung und -vielfalt muss erhalten und verbessert werden. Die City West hat eine gesamtstädtische Bedeutung und muss deshalb auch entsprechend planerisch betreut werden.“

Insbesondere die städtebauliche Entwicklung und verkehrliche Neuordnung des Bereichs um den Bahnhof Zoo sind für die zukünftige Entwicklung der City West von großer Bedeutung. Der Entwicklungsbedarf muss mit bestehenden bzw. in Vorbereitung befindlichen überregional bedeutsamen Nutzungen – Zoo, Bestand und Neuordnung auf dem Gelände der TU Berlin, BVG und Aussichtsrad – in Einklang gebracht werden. Darüber hinaus bedarf es der Aufstellung eines Bebauungsplanes für das TU-Gelände östlich der Fasanenstraße. Hierzu werden die betroffenen Bezirksämter aufgefordert.

Zwischen den Vorhaben bzw. Teilgebieten in unterschiedlichen Planungs- und Realisierungsphasen, wie Bikinihaus, Aussichtsrad, Hardenbergplatz oder Jebensstraße, ergeben sich vielfältige städtebauliche, verkehrliche und denkmalpflegerische Bezüge und Abhängigkeiten. Um sie miteinander in Einklang zu bringen, sind eine enge Abstimmung und Verzahnung erforderlich. Deshalb muss bei jedem zukünftigen Bebauungsplanverfahren dieses vernetzte Vorgehen beachtet werden. Senatorin Junge-Reyer: „Eine kohärente Entwicklung dieses zentralen Bereichs erfordert eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Hauptverwaltung und dem zuständigen Bezirksamt, ein Leitbild, auf das sich alle relevanten Akteure verpflichten, und eine zentrale Koordinierung und Verfahrensverantwortung. So können wir gemeinsam die City West stärken.“

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: pressestelle@senstadt.verwalt-berlin.de