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Mit der neuen Landesstelle für Gleichbehandlung bündelt der Senat seine Politik gegen Diskriminierungen

Pressemitteilung vom 03.04.2007

Aus der Sitzung des Senats am 3. April 2007:

Der Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Dr. Heidi Knake-Werner, die Einrichtung einer „Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung“ (Antidiskriminierungsstelle) beschlossen.

Der Senat verfolgt damit das Ziel, gegen Diskriminierungen von Menschen aufgrund des Geschlechts, des Alters, der ethnischen Herkunft, des Glaubens, der sexuellen Identität oder einer Behinderung konsequent in der Stadt einzutreten und allen hier lebenden Menschen Chancengleichheit zu bieten. Rechtliche Grundlage ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

In der neuen, bei der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales angesiedelten Landesstelle wird künftig die alle Diskriminierungsmerkmale des AGG betreffende Antidiskriminierungspolitik des Senats gebündelt und damit gestärkt. Die Landesstelle wird eng mit Beratungseinrichtungen und der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zusammenarbeiten sowie bereits existierende Angebote vernetzen. Ihre Aufgabe wird u. a. sein, die hier lebenden Menschen über ihre Rechte aufzuklären und ihnen Mut zu machen, sich bei Diskriminierungen zu wehren. Sie wird die Verwaltung bei der Umsetzung des Gleichbehandlungsgesetzes unterstützen und sich mit ihrem Anliegen auch an die Wirtschaft wenden.

Senatorin Dr. Knake-Werner: „Gerade für das Zusammenleben in Berlin und für den sozialen Zusammenhalt in der Stadt ist es ein Muss, dass sich die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit mit Respekt und gegenseitiger Achtung begegnen, sowohl in der Öffentlichkeit als auch am Arbeitsplatz. Der Reichtum unserer Stadt liegt in der Vielfalt der hier lebenden Menschen. Sie verfügen über sehr unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen im Alltag sowie bei der Arbeit und können damit zur Lösung der Zukunftsfragen beitragen.
Diskriminierungen dürfen wir in Berlin nicht dulden. Hier kann es keinerlei Toleranz geben. Mit der Antidiskriminierungsstelle – eingerichtet im Europäischen Jahr der Chancengleichheit – wollen wir dazu beitragen, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Religion, ihres Geschlechts oder Alters, ihrer sexuellen Identität oder aufgrund einer Behinderung nicht diskriminiert werden, sondern ihnen überall mit Respekt begegnet wird.“

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Telefon: 9028-2743
E-Mail: pressestelle@senias.verwalt-berlin.de