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Berufsqualifizierungsangebot in Berlin soll 2007 weiter verbessert werden

Pressemitteilung vom 21.03.2007

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Im Jahr 2007 soll den Berliner Jugendlichen ein verbessertes Angebot zur beruflichen Qualifizierung zur Verfügung stehen. Darauf verständigten sich die Spitzenvertreter der Verbände der Wirtschaft, der Kammern, der Gewerkschaften und der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit heute in der Sonderkommission “Ausbildungsplatzsituation” mit dem Regierenden Bürgermeister und den fachlich zuständigen Senatoren.

Der Regierende Bürgermeister: „Den Ausgangspunkt bildet eine positive
Bilanz des zurückliegenden Jahres. Die Zahl der neubesetzten Ausbildungsplätze in dualen Ausbildungsberufen ist wieder gesteigert worden, die Bilanz ist aber auch deshalb positiv, weil im öffentlichen Dienst und rund 5.400 öffentlich geförderte Ausbildungsplätze geschaffen wurden.” Das Angebot in vollzeitschulischen Ausbildungsgängen wurde mit rund 4.500 annähernd aufrechterhalten. Die Angebote in den Gesundheitsberufen sind mit rund 2.300 ohne Abstriche aufrechterhalten worden. Insgesamt ist das Berufsqualifizierungsangebot um fast 1.000 auf 29.200 gestiegen.

Festgestellt wurde, dass sich die Schulabgängerzahlen in Berlin trotz erster leichter Rückgänge weiterhin auf einem Hochplateau bewegen. Vor allem gibt es ein gravierendes strukturelles Problem: Die Zahl und der Anteil der Ausbildungsplatzbewerber/innen, die die Schule schon in Vorjahren verlassen haben, erreichen in Berlin Rekordhöhen.
Berufsbildungssenatorin Dr. Knake-Werner: „Ich sehe darin eine der größten Herausforderungen, den Umfang der verspäteten Einstiege in die Berufsausbildung in Berlin deutlich zu senken. Dies wird uns alle in den kommenden Jahren
als herausragende Aufgabe beschäftigen.”

Einvernehmlich zogen die Mitglieder der Sonderkommission, der Regierende Bürgermeister und die Berufsbildungssenatorin das Fazit: Das Angebot an beruflichen Qualifizierungsmöglichkeiten im Jahr 2007 muss weiter gesteigert werden. Alle an der beruflichen Bildung Beteiligten stehen in der Verantwortung.

Dr. Knake-Werner: „Noch im Jahr 2004 wurden insgesamt rund 16.300 betriebliche Ausbildungsverträge geschlossen, fast 1.000 mehr als 2006. Das Ziel muss sein, mindestens diese Größenordnung im Jahr 2007 wieder zu erreichen. Angesichts der inzwischen günstigen wirtschaftlichen Situation muss alles versucht werden, das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen zu steigern.”

Der Senat von Berlin wird die Bemühungen der Wirtschaft flankieren und die Zahl der geförderten zusätzlichen Ausbildungsplätze im Land Berlin trotz einer weiteren Verringerung der Zahl der hälftig vom Bund finanzierten Plätze auf 1.396 bei 3.000 aufrechterhalten und die zusätzlichen Mittel aus dem Landeshaushalt aufbringen. Die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit (RDBB) wird erneut mit einem Platzangebot von ca. 2.500 zur Deckung des Bedarfs in Berlin beitragen.

Alle übrigen Beteiligten werden versuchen, trotz bestehender Finanzierungsprobleme ihr bisheriges Ausbildungsplatzangebot auch für 2007 zu sichern: Die Berufsbildende Schule wird erneut bis zu 4.500 vollzeitschulische Ausbildungsangebote machen, darunter auch MDQM II. In den Fachberufen des Gesundheitswesens müssen rund 2.300 Plätze bereitgestellt werden. Da unter den Schulabgänger/innen des Jahres 2007 wie in den Vorjahren ein erheblicher Teil vor dem Start in eine reguläre betriebliche Berufsausbildung noch geeigneter zusätzlicher Maßnahmen zur Berufsvorbereitung bedarf, wird das Angebot an Fördermaßnahmen, die den Jugendlichen möglichst anschlussfähige Ausbildungsbestandteile vermitteln, seitens der RDBB und der Berufsbildenden Schule unverändert bei rund 11.900 gehalten.

Alle Beteiligten sind in ihren Ausbildungsanstrengungen an Obergrenzen angelangt. Allein in der Wirtschaft muss nach Jahren mit Tiefstwerten nun wieder eine Phase mit Zuwächsen eingeleitet werden. Der Regierende Bürgermeister: „Wer Fachkräftemangel befürchtet, muss vorsorgen. Die deutsche Wirtschaft muss gerade jetzt im Aufschwung an die Zukunft denken. Das gilt auch für Berlin, gerade hier müssen die Ausbildungsleistungen zumindest auf das Niveau früherer Jahre gebracht werden. Diese Erwartung formuliert die Sonderkommission auch im Interesse der Jugendlichen dieser Stadt. Ich appelliere an die Wirtschaft, sich um die Jugend zu bemühen, und an die Jugend, sich zu engagieren und zu qualifizieren.”
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