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Auftaktveranstaltung zum „Jahr der Chancengleichheit für alle – 2007“: Mehr Frauen an die Spitze

Pressemitteilung vom 12.01.2007

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

„Die anhaltende Unterrepräsentanz von Frauen in oberen Führungspositionen und Entscheidungsgremien gehört zu den gravierenden Defiziten unserer Zeit.“ Mit diesen Worten hat Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen heute die frauenpolitische Auftaktveranstaltung zum „Jahr der Chancengleichheit für alle – 2007“ eingeleitet.

Zum Thema „Frauenförderung in Theorie und Praxis“ bilanzieren Praktikerinnen aus Verwaltung, Hochschule und Wirtschaft die bisherigen Maßnahmen und Programme zur Frauenförderung und diskutieren die weiteren Perspektiven.

Die Frauenförderung des Landes Berlin basiert auf dem Landesgleichstellungsgesetz. Danach sind alle Berliner Behörden verpflichtet, sich mit konkreten Maßnahmen aktiv für die berufliche Gleichstellung der Geschlechter einzusetzen. Die Regelungen des Gesetzes wirken sich nicht nur für die Beschäftigten in Verwaltung und Hochschulen aus sondern greifen auch in den Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Landes. Auf Basis des Gesetzes beeinflusst das Land Berlin zudem die Frauenförderung in der Privatwirtschaft, indem es die Vergabe öffentlicher Aufträge an den Nachweis von Frauenfördermaßnahmen knüpft. Darüber hinaus finanziert es Programme, wie das „Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre“ und ist Initiator und Bündnispartner in der Landesinitiative „Chancengleichheit in der Wirtschaft“.

Die Frauenfördermaßnahmen haben ihre Wirkung nicht verfehlt. So hat sich beispielsweise der Frauenanteil für die Beschäftigten im höheren Dienst der Verwaltung von 33 Prozent im Jahr 1992 auf 44 Prozent im Jahr 2004 erhöht. Innerhalb dieser Laufbahngruppe allerdings sinkt die Frauenquote mit steigender Besoldung bzw. Vergütung. So sind im oberen Bereich dieser Laufbahngruppe nur noch 13 Prozent der Frauen beschäftigt. Entsprechend gering ist auch der Frauenanteil in den Leitungspositionen, wie beispielsweise im Bereich der obersten Landesbehörden. Hier sind nur zwölf Prozent der Abteilungsleitungen mit Frauen besetzt. Im Hochschulbereich liegt die Frauenquote bei den Professuren bei 19 Prozent. Das ist immer noch nicht befriedigend, trotzdem liegt Berlin damit bundesweit an der Spitze. Durch die Initiative des Senats wurde die Frauenquote in den Aufsichtsgremien der öffentlichen Anstalten deutlich erhöht. In der vergangenen Legislaturperiode konnten von den 11 von der damaligen Senatverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen zu bestimmenden Positionen acht mit Frauen besetzt werden. Damit liegt der Frauenanteil bei den Aufsichtsgremien der öffentlichen Anstalten heute bei rund 40 Prozent.

Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, erklärt dazu: „Die positive Wirkung des Gesetzes und der darauf basierenden Maßnahmen ist nicht zu übersehen. Diese Erfolge gilt es zu festigen und weiter auszubauen. Das ist auch das erklärte und in der Koalitionsvereinbarung festgeschriebene Ziel der Berliner Landespolitik. Ein wesentliches Kriterium für den Erfolg der Politik der Chancengleichheit im Land Berlin wird das sichtbar erhöhte Engagement von Frauen in den höchsten Führungsebenen und Entscheidungsgremien sein.“

Rückfragen:
Brigitte Schmidt
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