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Justizvollzugskrankenhaus Berlin-Plötzensee feierlich eröffnet

Pressemitteilung vom 24.01.2007

Die Senatsverwaltungen für Justiz und Stadtentwicklung teilen mit:

Die Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue und die Berliner Staatssekretärin für Bauen und Wohnen Hella Dunger-Löper haben am heutigen Mittwoch in Anwesenheit zahlreicher Gäste feierlich das neue Justizvollzugskrankenhaus in Plötzensee eröffnet.

Die medizinische Versorgung im Berliner Justizvollzug durch das Krankenhaus der Berliner Vollzugsanstalten (KBVA) erfolgte bisher dezentral an den Standorten der Justizvollzugsanstalt (JVA) Moabit, der JVA Charlottenburg und der JVA Plötzensee. Da diese Einrichtungen nicht mehr den Anforderungen der Krankenhausbetriebsverordnung entsprachen, wurde das bestehende Krankenhaus am Standort Plötzensee umfassend renoviert und um einen Neubau erweitert. Durch das nun entstandene moderne Krankenhaus ist eine wesentlich verbesserte und zentrale medizinische Versorgung für dem gesamten Berliner Vollzug möglich.

Mit der Zusammenlegung der Krankenhausplätze am Standort Plötzensee und der Umwandlung der bisherigen Bettenplätze in Moabit und Charlottenburg werden dort ca. 100 zusätzliche Haftplätze des geschlossenen Vollzugs geschaffen.

Das neue Krankenhaus verfügt über eine Kapazität von 125 Betten und unterliegt den Bestimmungen des geschlossenen Vollzugs. Strukturell ist es so aufgebaut, dass im Altbau künftig sowohl die stationäre als auch die ambulante medizinische Versorgung für die Inhaftierten durchgeführt wird. Im Erweiterungsbau befinden sich Betten für die stationäre Unterbringung, die Alarmzentrale, das Sprechzentrum für Besucher sowie der Verwaltungsbereich. Die Patientenzimmer sehen überwiegend eine Belegung mit zwei oder drei Personen vor.

Justizsenatorin Gisela von der Aue: „Ich bin sehr erleichtert über die Fertigstellung des Krankenhauses. Sie ermöglicht endlich die angemessene räumliche Unterbringung der behandlungsbedürftigen Gefangenen. Zugleich können wir nach Abschluss der Belegung Ende Februar die freigezogenen Flächen für zusätzliche Haftplätze nutzen, die wir im Berliner Vollzug so dringend benötigen. Dem Krankenhaus und allen hier tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich in den neuen Räumlichkeiten ein gutes und erfolgreiches Arbeiten.“

Staatssekretärin Hella Dunger-Löper: „Das Justizvollzugskrankenhaus in Plötzensee ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass moderne Nutzung und Denkmalschutz miteinander vereinbar sind. Neubau, Verbindungsbau und Altbau fügen sich zu einem kompakten und zweckdienlichen Gebäude zusammen, dass durch seine Funktionalität andere Justizvollzugsanstalten entlastet.“

Rückfragen:
Dr. Juliane Baer-Henney
Telefon: 030/9013-3633
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