Oldtimer können ohne Ausnahmegenehmigung in die Umweltzone

Pressemitteilung vom 01.10.2007

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit:

Der Beschluss des Bundesrats zur Novellierung der Kennzeichnungsverordnung bringt Erleichterungen für eine große Zahl von alten PKW. So erhalten künftig Otto-Fahrzeuge mit geregeltem US-Kat (Schlüsselnummern 01, 02 und 77) eine grüne Plakette.

Oldtimer sollen von der Plakettenpflicht befreit werden. Sie dürfen dann ohne Einzelausnahme in der Umweltzone fahren. Dies erfordert nicht – wie der ADAC fälschlicherweise mitgeteilt hat – die aufwändige Erarbeitung bundes¬weiter Regelungen. Denn diese einheitliche Regelung gibt es bereits: Oldtimer sind in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung eindeutig definiert. Das sind Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr kamen, weitest¬gehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungs¬zustand sind und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen. Die Ausnahme von der Plaketten¬pflicht soll laut Bundesratsbeschluss nur für diejenigen alten Fahrzeuge gelten, die mit einem H-Kennzeichen für historische Fahrzeuge oder mit einem roten Oldtimer-Kennzeichen zugelassen sind. Damit sind diese Fahrzeuge auch einfach zu erkennen.

Die vom Berliner Senat beschlossene Ausnahmeregelung mit einem beschränkten Kilometer¬kontingent wäre mit einer solchen Regelung hinfällig.

Die Umweltzone wird wie beschlossen zum 1. Januar 2008 eingeführt. Eine Verschiebung – wie vom ADAC gefordert – ist nicht erforderlich, da auch heute schon alle rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind.

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