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Großes Bieterinteresse am Landesbank-Verkaufsverfahren

Pressemitteilung vom 05.02.2007

Die Senatsverwaltung für Finanzen teilt mit:

Im Verfahren zum Verkauf der Anteile des Landes Berlin an der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH) haben 19 potentielle Erwerber ihr Interesse bekundet. Die Frist zur Abgabe von Interessenbekundungen bei der vom Land Berlin mandatierten UBS Investment Bank ist heute Mittag abgelaufen. Unter den Interessenten sind sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Unternehmen vertreten, solche aus dem Inland ebenso wie aus dem Ausland, strategische Investoren ebenso wie Finanzinvestoren. Die Namen der Interessenten werden seitens des Landes Berlin nicht veröffentlicht.

Dazu Finanzsenator Thilo Sarrazin: „Ich bin hoch zufrieden, dass das Interesse so groß ist, wie wir es erwartet haben. Um den Erwerb der Landesbank Berlin bewerben sich erste Adressen der nationalen und internationalen Finanzwelt. Wir werden jetzt ein für alle Bieter offenes, transparentes und faires Verfahren durchführen. Und ich bin mir sicher, dass wir am Ende zu einer sehr guten Lösung für das Land Berlin, für die LBBH-Gruppe und ihre Kunden kommen werden.“

Die eingegangenen Interessenbekundungen werden nunmehr geprüft. Die daraufhin zur weiteren Teilnahme am Verfahren zugelassenen Bieter werden genauere Informationen erhalten und auf dieser Grundlage im Frühjahr um die Abgabe eines indikativen Angebots gebeten.

Das Land Berlin trennt sich aufgrund von EU-Beihilfeauflagen vollständig von seinem derzeitigen Anteil von 81 % an der LBBH. Das diesbezügliche Verfahren hatte am 19. Januar mit der Aufforderung zur Abgabe von Interessenbekundungen begonnen. Das Land Berlin als Verkäufer behält sich vor, das Bieterverfahren jederzeit zugunsten einer Zweitplatzierung seiner Anteile über den öffentlichen Kapitalmarkt (SPO) zu beenden.

Der Erlös aus dem Anteilsverkauf soll in ein Sondervermögen außerhalb des Landeshaushalts eingebracht werden und zur Abdeckung der im Zuge der Rettung der damaligen Bankgesellschaft Berlin vom Land übernommenen Risiken des Immobiliengeschäfts herangezogen werden. Die rechtlichen Voraussetzungen für einen diskriminierungsfreien Verkauf hatte das Abgeordnetenhaus von Berlin im Jahr 2005 durch das neu gefasste Sparkassengesetz geschaffen. Es sichert die sparkassentypischen Gemeinwohlaufgaben unabhängig davon, ob die Landesanteile von einem öffentlichen oder privaten Bieter erworben werden.

Rückfragen:
Matthias Kolbeck
Telefon: 9020-4172
E-Mail: pressestelle @senfin.verwalt-berlin.de