Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Verordnung über das Halten von gefährlichen Tieren wildlebender Arten

Pressemitteilung vom 05.12.2006

Aus der Sitzung des Senats am 5. Dezember 2006:

Der Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Katrin Lompscher, die Verordnung über das Halten von gefährlichen Tieren wildlebender Arten zur Kenntnis genommen. Die Vorlage wird dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme vorgelegt. Die Verordnung soll eine namens- und weitgehend inhaltsgleiche, die außer Kraft getreten ist, ersetzen.

Das Halten bestimmter Tiere wildlebender Arten in Privathand ist ein ernst zu nehmendes Risiko für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Daher unterliegt das Halten dieser Tiere weiterhin einem Verbot mit Erlaubnisvorbehalt. Das betrifft all die Tiere, die in der Lage sind, dem Menschen oder anderen Tieren erhebliche Schäden zuzufügen. Das kann aufgrund ihrer Körperkräfte oder auch Giftigkeit sein, verbunden mit bestimmten natürlichen Verhaltensweisen, wie Beuteverhalten, Aggressivität und Wehrhaftigkeit.

Von der Verordnung sind deshalb u. a. Gifttiere, Raubtiere und Riesenschlangen betroffen. Ausnahmen vom Haltungsverbot dürfen nur zugelassen werden, wenn sich das zuständige Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt von der Zuverlässigkeit des Halters, der Gefahrenfreiheit und tierschutzgerechten Haltung überzeugt hat. Bei der Haltung von giftigen Tieren sind die notwendigen Gegenmittel für den Fall eines Giftkontakts bereitzuhalten.

Aufgrund der Erfahrungen der Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsämter wurde in die neue Verordnung ausdrücklich die Sachkunde der Tierhalterin oder des Tierhalters als Voraussetzung für eine Genehmigung zur Haltung aufgenommen. Eine weitere wichtige Neuerung betrifft die Abgabe gefährlicher Tiere an Privatpersonen. Danach dürfen solche Tiere von Personen oder auch Zoofachgeschäften nur dann zur privaten Haltung abgegeben werden, wenn der neue Halter oder die neue Halterin bereits über eine Ausnahmegenehmigung verfügt.

Verstöße gegen die Verordnung können in Abhängigkeit vom Grad der Schwere des Verstoßes als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 50.000 € geahndet werden.

– - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz
Telefon: 9028-2743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de