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Die neue Landesregierung von Berlin

Pressemitteilung vom 23.11.2006

Berlin hat seit Donnerstag, 23. November 2006, eine neue Landesregierung. Das Abgeordnetenhaus hat Klaus Wowereit zum Regierenden Bürgermeister von Berlin wiedergewählt. Nach seiner Wahl und Vereidigung ernannte der Regierende Bürgermeister gemäß Verfassung von Berlin vom 23. November 1995, zuletzt geändert durch das neunte Gesetz zur Änderung der Verfassung von Berlin vom 6. Juli 2006, die Senatorinnen und Senatoren. Im Anschluss erfolgte die Vereidigung der Landesregierung im Abgeordnetenhaus.

Dem Senat gehören an:

Regierender Bürgermeister: Klaus Wowereit

Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen: Harald Wolf

Bürgermeisterin und Senatorin für Stadtentwicklung: Ingeborg Junge-Reyer

Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung: Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner

Senator für Finanzen: Dr. Thilo Sarrazin

Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz: Katrin Lompscher

Senator für Inneres und Sport: Dr. Ehrhart Körting

Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales: Dr. Heidi Knake-Werner

Senatorin für Justiz: Gisela von der Aue

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Regierender Bürgermeister von Berlin

Klaus Wowereit, Jurist, geboren am 1. Oktober 1953 in Berlin; ledig. 1973 Abitur an der Ulrich-von-Hutten-Oberschule in Berlin. 1973 bis 1979 Studium der Rechtswissenschaft an der FU Berlin. 1979 Erste juristische Staatsprüfung. 1979 bis 1984 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung der SPD in Berlin-Tempelhof. 1981 Zweite juristische Staatsprüfung. 1981 bis 1984 Regierungsrat zur Anstellung beim Senator für Inneres von Berlin; Fraktionsvorsitzender der SPD der BVV in Berlin-Tempelhof. 1984 bis 1995 Bezirksstadtrat für Volksbildung und Kultur in Berlin-Tempelhof. Seit 1995 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, 1995 bis 1999 Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, 1999 bis 2001 Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Ab 16. Juni 2001 Regierender Bürgermeister von Berlin.

Mitgliedschaften: Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD); Mitglied des Landesvorstandes; Kreis- und Landesparteitagsdelegierter; Arbeiterwohlfahrt (AWO); Europäische Akademie; Förderverein Bruno-H.-Bürgel-Schule e.V.; Förderverein Ulrich-von-Hutten-Oberschule e.V.; Haus-, Wohnungs- und Grundstückseigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V.; Bernhard-Heiliger-Stiftung; Tempelhofer Kunst- und Kulturverein e.V. (TKK); Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V. (ver.di).

Klaus Wowereit ist seit dem 16. Juni 2001 Regierender Bürgermeister von Berlin und wurde am 23. November 2006 vom Abgeordnetenhaus wiedergewählt.

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Bürgermeister von Berlin und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen

Harald Wolf, geboren: 25. August 1956 in Offenbach am Main, verheiratet.
Beruflicher Werdegang: Abitur in Hanau an der Hohen Landesschule (1975). Studium der Philosophie und Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum (1975 bis 1977). Studium der Politischen Wissenschaft an der FU Berlin (1977 bis 1981). Dipl.-Politologe (1981). Schreibkraft in verschiedenen Berliner Unternehmen (1981 bis 1983). Wissenschaftlicher Angestellter am Hamburger Institut für Sozialforschung (1983 bis 1987). Freier Publizist (ab 1988). Bürgermeister von Berlin und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen (ab 29. August 2002).
Politische Tätigkeit: Mitglied der Alternativen Liste (1986). Mitglied Bundeshauptausschuss der GRÜNEN (1987 bis 1988). Mitglied Geschäftsführender Ausschuss der Alternativen Liste (1988 bis 1990). Mitglied Bezirksverordnetenversammlung Kreuzberg (1988). Austritt aus der Alternativen Liste (September 1990). Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (Januar 1991 bis August 2002). Vorsitzender der Fraktion der PDS (Partei des Demokratischen Sozialismus) im Abgeordnetenhaus von Berlin (1995 – Aug. 2002). Mitglied der PDS (März 1999) – Umbenennung seit 17. Juli 2005 “Die Linkspartei.PDS”.
Mitgliedschaften: Mitglied im BUND und in der Berliner Mietergemeinschaft.

Harald Wolf wurde am 23. November 2006 zum Bürgermeister von Berlin und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen ernannt.

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Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Stadtentwicklung

Ingeborg Junge-Reyer, geboren 1946 in Breckerfeld, Kreis Ennepe-Ruhr. 1967 Studium der Germanistik und Geographie. 1969 Studium an der Verwaltungsakademie Berlin, Dipl.-Kameralistin. 1977 Angestellte im Bezirksamt Berlin-Kreuzberg. 1989 Bezirksstadträtin für die Ressorts Soziales, Gesundheit, Finanzen im Bezirk Berlin-Kreuzberg. 1999 Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Kreuzberg. 1999 Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen. 2002 Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. 2004 Wahl zur Senatorin für Stadtentwicklung in Berlin.

Ingeborg Junge-Reyer wurde am 23. November 2006 zur Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Stadtentwicklung ernannt.

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Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, geboren am 11. Juli 1945 in Mährisch Neustadt, verheiratet, zwei Kinder. 1964 Abitur. 1964 bis 1969 Medizinstudium in Freiburg und Mainz. 1970 Promotion zum Dr. med. 1971 Wissenschaftlicher Assistent. 1972 Assistenzprofessor am Physiologisch-Chemischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. 1975 Habilitation für Physiologische Chemie. 1977 DFG-Stipendiat am Beatson Institute for Cancer Research, Glasgow, GB. 1977 Professor an der Universität Mainz; Wissenschaftliche Arbeitsgebiete: Molekularbiologie, Gentechnologie. 1983 bis 1990 Vizepräsident (Ressort Forschung) der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz. 1990 bis 1991 Präsident der Johannes Gutenberg-Universität. Ab 1985 Vorsitzender des Tumorzentrums Mainz.
Politische Tätigkeiten: 1972 Mitglied der SPD. 1972 bis 1985 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Bad Schwalbach. 1977 bis 1983 Stellv. Unterbezirksvorsitzender.
1980 bis 1983 Mitglied des Kreistages des Rheingau-Taunus-Kreises. 21. Mai 1991 bis 25. Oktober 1994 Minister für Wissenschaft und Weiterbildung, Rheinland-Pfalz. 26. Oktober 1994 bis 18. Mai 2001 Minister für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung,
ab 18. Mai 2001 Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur sowie ab 18. Mai 2006 Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz.

Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner wurde am 23. November 2006 zum Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung ernannt.

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Senator für Finanzen

Dr. Thilo Sarrazin, geboren am 12. Februar 1945 in Gera, verheiratet, zwei Kinder.
Beruflicher Werdegang: 1965 Abitur am altsprachlichen Gymnasium in Recklinghausen/Westfalen. 1965 bis 1967 Wehrdienst. 1967 bis 1971 Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn mit Abschluss Dipl. Volkswirt. 1971 bis 1973 Assistent am Institut für Industrie- und Verkehrspolitik, Promotion zum Dr. rer. pol. 1973 bis 1974 Wissenschaftlicher Angestellter der Friedrich Ebert-Stiftung. 1975 bis 1978 Bundesministerium der Finanzen, Referent im Referat Finanzfragen der gewerblichen Wirtschaft und des Wohnungsbaus. 1977 Abordnung zum Internationalen Währungsfonds in Washington. 1978 bis 1981 Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Leiter des Referats Kommunikation und Verbindung zu den autonomen Gruppen. 1981 bis 1991 Bundesministerium der Finanzen: April 1981 bis September 1981 Leiter des Referats Finanzfragen der Sozialpolitik; 1981 bis 1982 Leiter des Ministerbüros; 1982 bis 1989 Leiter des Referats Finanzfragen des Verkehrs, Verkehrsbeteiligungen; 1989 bis 1990 Leiter des Referats Nationale Währungsfragen; 1989 bis 1990 Leiter der Arbeitsgruppe Innerdeutsche Beziehungen, Federführung bei der deutsch-deutschen Währungsunion; 1990 bis 1991 Leiter der Unterabteilung Treuhandanstalt, Rechts- und Fachaufsicht. 1991 bis 1997 Staatssekretär des Ministeriums für Finanzen, Rheinland-Pfalz. 1997 bis 2000 Vorsitzender der Geschäftsführung der TLG Treuhandliegenschaftsgesellschaft mbH, Berlin. März 2000 bis Juli 2000 Leiter der Konzernrevision bei der Deutschen Bahn AG. 2000 bis 2001 Mitglied des Vorstands der DB Netz AG.

Dr. Thilo Sarrazin ist seit dem 17. Januar 2002 Senator für Finanzen und wurde am 23. November 2006 im Amt durch Ernennung bestätigt.

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Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz

Katrin Lompscher, geboren am 7. April 1962 in Berlin, geschieden, ein Kind.
Katrin Lompscher absolvierte von 1978 bis 1981 eine Ausbildung zur Baufacharbeiterin mit Abitur, studierte von 1981 bis 1986 an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar und erwarb den Abschluss als Diplomingenieurin für Städtebau. Sie war als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Städtebau und Architektur der Bauakademie der DDR, seit 1990 Deutsche Bauakademie Berlin, tätig, leitete von 1992 bis 1996 Projekte im Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung Berlin/Erkner. Von 1996 bis 2000 war Katrin Lompscher wissenschaftliche Mitarbeiterin der PDS-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Sie gehörte von 1990 bis 1992 der PDS-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Treptow und von 1993 bis 1999 als Bürgerdeputierte der PDS-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte an. 2001 wurde sie als Bezirksstadträtin in Lichtenberg gewählt.

Katrin Lompscher wurde am 23. November 2006 zur Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz ernannt.

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Senator für Inneres und Sport

Dr. Ehrhart Körting, geboren am 22. Juni 1942 in Berlin, verheiratet, fünf Töchter. Kindheit und Schule in Bad Harzburg, Jurastudium in Berlin und München, Zweites juristisches Staatsexamen 1969 in München. 1969/70 Assessor/Staatsanwalt im Bayerischen Staatsministerium der Justiz. 1970/72 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverwaltungsgericht. 1972 bis 1975 Richter am Verwaltungsgericht. 1975/79 Baustadtrat in Berlin-Charlottenburg, anschließend bis 1981 Volksbildungsstadtrat. Ab 1981 als Rechtsanwalt tätig. 1981 bis 1985 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Charlottenburg. 1989/90 und 1999/2000 Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin. 1992 bis 1997 Vizepräsident des Verfassungsgerichtshofes des Landes Berlin. November 1997 bis Dezember 1999 Senator für Justiz in Berlin. Ab 16. Juni 2001 Senator für Inneres.

Dr. Ehrhart Körting ist seit 1971 Mitglied der SPD.

Dr. Ehrhart Körting wurde am 23. November 2006 zum Senator für Inneres und Sport ernannt.

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Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales

Dr. Heidi Knake-Werner, geboren am 5. März 1943 in Tomaschow (Lodz/Polen).
Besuch des Gymnasiums in Wilhelmshaven bis zum Abitur 1964. Studium an der Universität Göttingen, Abschluss 1969 als Diplomsozialwirtin; wissenschaftliche Tätigkeit an den Universitäten Oldenburg und Bremen, Promotion an der Universität Oldenburg. Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Familien-, Bildungs- und Industriesoziologie.
Mitglied in der GEW und ÖTV seit 1969. Politisches Engagement seit 1968, 1970 bis 1981 zahlreiche Funktionen in der SPD, u. a. im Stadtrat von Oldenburg; Parteiaustritt. Mitgliedschaft in der DKP bis zum Austritt 1989. Seit 1990 Engagement in der PDS, Mitglied des Deutschen Bundestags ab 1994, 1994 bis 1998 stellvertretende Vorsitzende der PDS-Gruppe, 1998 bis 2000 stellvertretende Fraktionsvorsitzende, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung, ab 2000 Erste Parlamentarische Geschäftsführerin. Ehrenamtliche Vorsitzende der Deutsch-Portugiesischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages. Ab 17. Januar 2002 Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz in Berlin.

Dr. Heidi Knake-Werner wurde am 23. November 2006 zur Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales ernannt.

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Senatorin für Justiz

Gisela von der Aue, geboren am 10. Juli 1949, verheiratet, drei Kinder.
Bis 1975 studierte sie Jura an der FU Berlin. Nach dem Zweiten Staatsexamen 1978 arbeitete sie kurze Zeit als Anwältin. 1979 trat Gisela von der Aue als Beamtin in den öffentlichen Dienst des Landes Berlin ein. Nach mehreren Stationen in verschiedenen Senatsverwaltungen des Landes wechselte sie in die Verwaltung des Abgeordnetenhauses von Berlin, die sie 1994 verließ, um in den öffentlichen Dienst des Landes Brandenburg einzutreten. Sie war dort zunächst als wissenschaftliche Referentin der SPD-Landtagsfraktion Brandenburg in den Bereichen Innen-, Kommunal- und Rechtspolitik tätig. Am 12. Juni 1996 wählte sie der Landtag Brandenburg zum Mitglied des Landesrechnungshofes. Dort leitete sie zunächst eine Prüfungsabteilung. 1998 wählte sie der Brandenburger Landtag zur Präsidentin des Landesrechnungshofes.
Gisela von der Aue trat 1968 in die SPD ein. Seit den achtziger Jahren gehört sie der Landesschiedskommission der Berliner SPD an, seit 13. Oktober 1990 ist sie deren Vorsitzende.

Gisela von der Aue wurde am 23. November 2006 zur Senatorin für Justiz ernannt.

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