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Konzept für ein Netzwerk Kinderschutz

Pressemitteilung vom 21.11.2006

Aus der Sitzung des Senats am 21. November 2006:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, und der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Dr. Heidi Knake-Werner, einen Bericht über ein Konzept für ein Netzwerk Kinderschutz zur Kenntnis genommen.

Zur Stärkung des Kinderschutzes und um der Gewaltanwendung gegen Kinder entgegenzuwirken, wurde ein integriertes Konzept zur Prävention, Beratung, Früherkennung, Krisenintervention und rechtzeitigen Hilfegewährung entwickelt. Die darin enthaltenen Maßnahmen betreffen insbesondere:

• die Etablierung eines sozialen Frühwarnsystems, schwerpunktmäßig angesiedelt im Gesundheitsbereich,
• die Festlegung eines einheitlichen verbindlichen Indikatorenmodells zur frühzeitigen Erkennung von Gefährdungsrisiken für die Zusammenarbeit von Entbindungskliniken, Hebammen, Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, Regionalem Sozialdienst des Jugendamtes, Sozialmedizinischem Dienst und niedergelassenen Kinderärzten,
• den Aufbau des Projektes „Aufsuchende Elternhilfe – präventiver Kinderschutz vor und nach der Geburt“ als eine Möglichkeit, neben den bestehenden Hilfeangeboten auf spezielle Problemlagen zu reagieren,
• die Festlegung verbindlicher Kooperationsvereinbarungen aller am Netzwerk Kinderschutz Beteiligten,
• die Erstellung berlinweit einheitlicher Standards und Fachkriterien für die Durchführung der gesundheitsbezogenen Hausbesuche und der zu vermittelnden Hilfeangebote,
• die Einrichtung einer berlinweiten Hotline Kinderschutz mit einer Erreichbarkeit rund um die Uhr, angebunden beim Kindernotdienst, als Ansprechstelle für Träger, Bürger, Eltern und andere Akteure, sowie
• die Einrichtung von „Koordinierungsstellen Kinderschutz“ in den Jugendämtern und Gesundheitsämtern der Bezirke,

Der Senat verfolgt damit das Ziel, den Kinderschutz weiter zu verbessern und risikohafte Entwicklungen frühzeitiger zu erkennen und schneller zu handeln. Das erfordert eine verbesserte Zusammenarbeit insbesondere zwischen Kinder- und Jugendgesundheitsdiensten, Kinderärzten, Jugendämtern, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Gerichten und Polizei. Für die Etablierung der vorgesehenen Maßnahmen werden Haushaltsmittel in Höhe von ca. 1.150.000 € eingesetzt.

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Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Telefon: 9026-5843
E-Mail: Briefkasten@senbjs.verwalt-berlin.de