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Schmitz würdigt Hubertus Prinz zu Löwenstein

Pressemitteilung vom 15.11.2006

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Chef der Senatskanzlei des Landes Berlin, Staatssekretär André Schmitz, spricht am Donnerstag, dem 16. November 2006, um 19.00 Uhr im Festsaal des Berliner Rathauses ein Grußwort anlässlich einer Vortragsveranstaltung zum 100. Geburtstag von Hubertus Prinz zu Löwenstein (Fototermin). Löwensteins Tochter Konstanza Prinzessin zu Löwenstein hält den Vortrag mit dem Titel „Der rote Prinz: Hubertus Prinz zu Löwensteins Kampf gegen Hitler“. Im Rahmen der Veranstaltung musizieren Studenten der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“.

Schmitz: „Prinz zu Löwenstein hat sich konsequent gegen den Nationalsozialismus engagiert. Sein vorbildlicher Einsatz gegen das Hitler-Regime verdient auch heute noch unsere Anerkennung, zumal Prinz zu Löwenstein bislang so wenig öffentliche Würdigung erfahren hat.“

Löwenstein wurde am 14. Oktober 1906 auf Schloss Schönwörth in Tirol geboren. In seiner Promotion mit dem Thema „Umrisse und Idee des faschistischen Staates und ihre Verwirklichung“ befasste er sich 1931 mit dem italienischen Faschismus. Darin forderte er eine Widerstandspflicht gegen den Missbrauch der Staatsgewalt durch die Diktatur. In den Folgejahren bezog das Mitglied der Zentrumspartei in Vorträgen und Artikeln Position gegen Ideologie und Politik des NS-Regimes. Nach der Emigration aus Deutschland 1933 gründete er 1939 die „American Guild for German Cultural Freedom“ sowie die „German Academy – Deutsche Akademie für Kunst und Wissenschaft im Exil“. Während des 2. Weltkrieges bemühte er sich um Unterstützung für emigrierte Intellektuelle. Nach dem Krieg und der Rückkehr nach Deutschland war er Dozent für Geschichte und Staatsrecht an der Universität Heidelberg sowie Mitglied des Deutschen Bundestages. Bis zu seinem Tod 1984 veröffentlichte er zahlreiche zeitgeschichtliche Bücher sowie Romane.

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