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Wissenschaftliche Erfassung des Jüdischen Friedhofes Weißensee

Pressemitteilung vom 14.11.2006

Aus der Sitzung des Senats am 14. November 2006:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Thomas Flierl, einen Bericht über notwendige Maßnahmen zum Erhalt des Jüdischen Friedhofs Weißensee beschlossen.
Schwerpunkt ist die wissenschaftliche Bestandserfassung des Friedhofes. Dieser Schritt ist notwendig, um prüfen zu können, ob eine Bewerbung des Jüdischen Friedhofs Weißensee zur Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO Aussicht auf Erfolg hat. Es soll damit vor allem ein Überblick über Art und Umfang notwendiger Maßnahmen zum Erhalt des Friedhofes erarbeitet werden. Darüber hinaus soll auch die nationale und internationale Bedeutung des Friedhofs in einer vergleichenden Studie erforscht und festgestellt werden. Die Erarbeitung dieser Grundlagen bildet die Voraussetzung zur Entwicklung eines Restaurierungs- und Instandhaltungskonzepts, eines Denkmalpflegeplans und zur Feststellung des erforderlichen Finanzierungsbedarfs.

Zur wissenschaftlichen Erfassung des Friedhofs sind fachlich ausgewiesenes Personal und eine angemessene technische Ausstattung notwendig. Die mit der Aufgabe betrauten Senatsverwaltungen stimmen darin überein, dass zur Ermittlung des Umfangs der erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen konkret auf dem Friedhof zunächst eine Infrastruktur geschaffen werden muss. Hierzu werden Gespräche mit weiteren Institutionen geführt. Es ist davon auszugehen, dass die mehr als 100.000 Gräber einzeln registriert, fotografiert und kartografiert werden müssen. Der zeitliche Rahmen dafür soll 30 Monate betragen.

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Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Telefon: 90228-203
E-Mail: pressestelle@senwfk.verwalt-berlin.de