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Sprachförderung in Kindertagesstätten und Schulen

Pressemitteilung vom 17.10.2006

Aus der Sitzung des Senats am 17. Oktober 2006:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, den ersten Bericht an das Abgeordnetenhaus über die Evaluation und konzeptionelle Weiterentwicklung der Sprachförderung in Kindertagesstätten und Schulen beschlossen. Das Abgeordnetenhaus hatte in der Sitzung am 16. Februar 2006 den Senat aufgefordert, ein Konzept zur Evaluation von Sprachfördermaßnahmen zu erarbeiten.

Sprache ist die wichtigste Grundlage der Kommunikation. Sie ist eine Voraussetzung für die Teilhabe des Menschen am gesellschaftlichen Leben sowie ein wesentlicher Garant für schulischen Lernerfolg und weiterführende Abschlüsse. Sprachliche Fähigkeiten aller Kinder möglichst früh zu entwickeln, ist daher eine zentrale Aufgabe von Kindertagesstätten und Schulen.

Der Erfolg der Sprachfördermaßnahmen soll z. B. an folgenden Indikatoren gemessen werden:

• Anteil von Kindern mit Sprachförderbedarf beim vorschulischen Sprachtest DEUTSCH PLUS. Ziel ist, dass nahezu alle Kinder vor Schuleintritt über eine ausreichende Kompetenz in der deutschen Sprache verfügen.

• Ergebnisse der Lernstandserhebung in den ersten Wochen nach Schuleintritt und der anschließenden prozessbegleitenden Beobachtung und Dokumentation. Ziel ist, die Sprachkompetenz aller Kinder in der vorschulischen Bildung zu erweitern.

• Beteiligungsquoten in der Kitastatistik, insbesondere bei Kindern nichtdeutscher Herkunftssprache. Ziel ist, dass nahezu alle Kinder zwei bis zweieinhalb Jahre vor Schuleintritt an Bildungsangeboten der Kindertagesbetreuung teilnehmen.

Künftig sollen durch regelmäßige vergleichende Untersuchungen, Dokumentation und Auswertung der Ergebnisse unter Einbeziehung wissenschaftlicher Erkenntnisse Schlussfolgerungen für die Sprachförderung erarbeitet werden. Aller fünf Jahre soll detailliert über Evaluation und konzeptionelle Weiterentwicklung der Sprachförderung berichtet werden.

Bildungssenator Böger: „Deutsch ist der Schlüssel zur Bildung. Durch die Reformen in der vorschulischen Sprachförderung sind Schulen und Kindertagesstätten inhaltlich näher zusammengerückt. Diesen Prozess gilt es weiterzuführen. Kindertagesstätten und Schulen müssen stärker zusammenarbeiten – sich austauschen und gemeinsame Projekte verwirklichen. Die beitragsfreien Kitajahre sind eine Einladung an alle Eltern, ihre Kinder in den Sprach-Fördergarten namens Kita zu geben. Das ist ein wichtiger Schritt zu mehr Chancengerechtigkeit. Denn Kitazeit ist Bildungszeit.“

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Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Telefon: 9026-5843
E-Mail: Briefkasten@senbjs.verwalt-berlin.de