Schmitz würdigt Rahel und Karl August Varnhagen

Pressemitteilung vom 29.09.2006

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Chef der Senatskanzlei, Staatssekretär André Schmitz, wird am kommenden Montag, 2. Oktober 2006, um 16.00 Uhr in Begleitung von Mitgliedern der Varnhagen-Gesellschaft e.V. und Vertretern des Landesdenkmalamts das Grab von Rahel Varnhagen und Karl August Varnhagen von Ense mitsamt der neuen Informationstafel auf dem Dreifaltigkeits-Kirchhof in Kreuzberg, Baruther Str./Ecke Mehringdamm, 10961 Berlin, besichtigen (Fototermin).

Die Varnhagen-Gesellschaft e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt und der Senatskanzlei Berlin die Restaurierung des Grabes und das Aufstellen einer Informationstafel ermöglicht und wird daneben in der Zeit vom 3. Oktober bis zum 2. November 2006 in den Räumen des Geschichtsforums Jägerstraße e.V. (Remise im ehemaligen Mendelssohnschen Bankhaus, Jägerstraße 51, Berlin-Mitte) in Zusammenarbeit mit der Mendelssohn-Gesellschaft e.V. und der Staatsbibliothek zu Berlin mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft der Literatischen Gesellschaften und der Stiftung Preußische Seehandlung Berlin eine Ausstellung über das Ehepaar Rahel und Karl August Varnhagen von Ense zeigen.

Die Ausstellung trägt den Titel „Lebensbilder, die die Zukunft bevölkern – Von Rahel Levins Salon zur Sammlung Varnhagen“. Sie soll das Leben und Wirken des Ehepaars Varnhagen in Berlin dokumentieren und die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Autographensammlung Varnhagen nachvollziehen. Rahel Varnhagen (19. Mai 1771 – 7. März 1833) unterhielt einen berühmten literarischen Salon in Berlin. Die Sammlung Varnhagen enthält ca. 6000 Briefe von Rahel Varnhagen, sämtliche an sie gerichtete Briefe sowie die Tagebücher des Karl August von Ense und gibt einen Überblick über die Salonkultur des 19. Jahrhunderts. Sie wurde in der NS-Zeit geteilt und befindet sich heute in Berlin und in Krakau.

Anlässlich der Eröffnung der Varnhagen-Ausstellung bittet Staatsekretär Schmitz die Mitglieder und Unterstützer der Varnhagen Gesellschaft am Vorabend der Eröffnung, ebenfalls Montag, 2. Oktober 2006, um 18.00 Uhr zu einem Empfang im Berliner Rathaus (Fototermin).

Am 21. Februar 2006 jährte sich der Geburtstag von Ludmilla Assing, der Stifterin des Varnhagen-Ehrengabs und der Varnhagenschen Sammlung, zum 185. Mal. Vor 125 Jahren, am 25. Februar 1881, teilte der Direktor der Königlichen Bibliothek, Richard Lepsius, dem preußischen Kultusministerium mit, dass der Assing-Nachlass mit 6000 Briefen Rahels sowie weiteren Briefen von und an 9000 Personen in 13 Kisten eingetroffen sei. Aus Anlass dieser Jubiläen sowie der Wiederherstellung der Varnhagen-Grabstelle wird dort ein Blumengesteck mit Schleife des Regierenden Bürgermeisters niedergelegt.

Ansprechpartner für weitere Informationen ist Dr. Nikolaus Gatter von der Varnhagen-Gesellschaft e.V. (Tel.: 0221-42 54 30).

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