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Bessere Chancen für Berliner Schulabgängerinnen und Schulabgänger - Einstieg in Berufsqualifizierung soll schneller gelingen

Pressemitteilung vom 31.03.2006

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Auch im Jahr 2006 soll den Berliner Jugendlichen ein Angebot von rund 20.000 Ausbildungsplätzen nach dem Berufsbildungsgesetz zur Verfügung stehen. Darauf verständigten sich heute die Spitzenvertreter der Verbände der Wirtschaft, der Kammern, der Gewerkschaften und der Regionaldirektion Berlin-Bran¬denburg der Bundesagentur für Arbeit in der Sonderkommission „Ausbildungsplatzsituation“ mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und den fachlich zuständigen Senatoren, nachdem sie die Bilanz des Jahres 2005 und die Ausgangsdaten für 2006 erörtert hatten.

Im Jahr 2005 wurden 20.002 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres (rd. 21.300) um 6,1 Prozent unterschritten. Die Zahl der rein betrieblich finanzierten Ausbildungsplätze ist sogar um 7,3 Prozent auf rund 15.000 gesunken.

Arbeitssenator Harald Wolf: „Dennoch standen Ende 2005 den rund 1.800 zu diesem Zeitpunkt unversorgten Jugendlichen rund 3.100 offene Ausbildungs- bzw. Qualifizierungsangebote gegenüber. Damit konnte der Senat seine Zusage einhalten, jedem ausbildungswilligen Jugendlichen ein Angebot zu machen.”

Für das Jahr 2006 wird erneut mit einem Ausbildungsplatzbedarf von rund 20.000 besetzbaren Ausbildungsplätzen gerechnet. Die Kammern und Verbände wollen ihre Anstrengungen nochmals intensivieren, damit das Angebot an betrieblichen Plätzen wieder steigt. Der Senat setzt sich dafür ein, öffentlich geförderte Ausbildungsplätze im Jahr 2006 in gleicher Größenordnung wie im Vorjahr einzurichten. Im Bereich der berufsbildenden Schule wird wiederum ein hohes Angebot vollzeitschulischer Berufsausbildungsgänge vom Land Berlin zusätzliche Ausbildungschancen eröffnen. Auch die Ausbildungsplatzangebote, die die Berliner Agenturen für Arbeit außerbetrieblich einrichten, werden für das Jahr 2006 in ungekürztem Umfang sichergestellt.

Darüber hinaus strebt die Sonderkommission neue Angebote der Qualifizierung für Jugendliche an, die die allgemein bildende Schule bereits im Vorjahr oder noch früher verlassen haben.

Arbeitssenator Wolf erläuterte zusätzlichen Handlungsbedarf: „Immer weniger Schülerinnen und Schülern gelingt es, direkt im Anschluss an die allgemein bildende Schule einen Ausbildungsplatz zu finden. Fast zwei Drittel der jährlichen neu gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber stammen aus weiter zurückliegenden Schulentlassungsjahren. Wir wollen diese Jugendlichen nicht alleine lassen, sondern ihnen gemeinsam mit den JobCentern spezielle Qualifizierungen anbieten.“

Den so genannten Altbewerberberinnen und -bewerbern sollen gemeinsam mit den JobCentern neue individuell angepasste Angebote vermittelt werden:

• zweijährige Ergänzungsqualifizierungen mit Berufsabschluss für Jugendliche, die bereits berufsvorbereitende Maßnahmen mit durchlaufen haben,
• zweijährige „Vollumschulungen“ mit Berufsabschluss für arbeitslose Jugendliche,
• Erwerb weiterer, ergänzender Qualifizierungsbausteine für Jugendliche, die bereits Qualifizierungsbausteine erworben haben.

Der Regierende Bürgermeister Wowereit: „Ich freue mich, dass diese zusätzliche Initiative von allen Verantwortlichen unterstützt wird. Wenn es gelingt, die bisherigen Warteschleifen in der Schule in Berufsausbildungen umzuwandeln, sinkt auch die hohe Bugwelle an Altbewerberinnen und –bewerbern. In der Folge würden auch die Chancen der Neubewerberinnen und –bewerber steigen, direkt in die Berufsausbildung einzusteigen.“

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